Präsenz des Drogenhandels nimmt in der Karibik zu

Bild: © stuhillphotography [CC BY-NC 2.0] - Flickr

Der Drogenhandel hat in den letzten Jahren in der karibischen Region, vor allem in Puerto Rico und in Costa Rica, zugenommen. Aufgrund der Maßnahmen der Regierung gegen das Drogenschmuggeln an der mexikanischen und nordamerikanischen Grenze ist Puerto Rico die beste Alternative für das Schmuggeln geworden. Laut der Drug Enforcement Administrarion (DEA) werden ungefähr 70 Prozent der gesamten Drogen, deren Bestimmungsort die USA sind, durch die mexikanische Grenze transportiert. Zurzeit werden aber für den Drogenhandel von kolumbianischen illegalen Gruppen andere Routen durch die Karibik genutzt und nicht mehr Routen durch die mexikanische Grenze, um Auseinandersetzungen mit den mexikanischen Kartellen  der Region zu vermeiden.1

In Puerto Rico sowie in vielen Transitländern, verbleiben eine Menge Drogen, die zum lokalen Geschäft beitragen. Dort wird am meisten Marihuana konsumiert, das in Jamaika oder Mexiko produziert wird. Das in Jamaika geerntet Marihuana erreicht die Insel normalerweise  durch Schiffe. Kokain und Heroin kommen aber aus Südamerika. Dieses wird auch meistens durch Schiffe nach Puerto Rico transportiert und danach werden 80 Prozent davon in die USA mittels Container und Flugzeuge gebracht.1

Der Drogenhandel führte zu einer erhöhten Gewaltsrate auf der Insel und ist für  44 Prozent der Morde in Puerto Rico im Verlauf dieses Jahres verantwortlich. Im Vergleich zu anderen Jahren hat diese Rate abgenommen, aber mit dem Anstieg der Produktion von Kokain in Südamerika ist es sehr wahrscheinlich, dass sowohl der Handel, als auch die negativen Folgen der illegalen Aktivität, wieder zunehmen werden.2

In Costa Rica lässt sich auch die starke Präsenz des Drogenhandels mit der Lokalisierung von illegalen Landebahnen beweisen. Zwischen November 2015 und Mai 2016  wurde ein Dutzend Ladenbahnen entlang der atlantischen und pazifischen Küste entdeckt. Von den 35 Landebahnen wurden bis jetzt vier zerstört. Einige sind auf privaten Grundstücken entdeckt worden und in mehreren Fällen wussten die Besitzer angeblich nichts von ihrer Existenz. Das Ministerium für öffentliche Sicherheit (MSP) wird demnächst die anderen Landebahnen zerstören.3

Costa Rica hat sich außerdem in einen der wichtigsten Transitstaaten gewandelt. In den letzten Jahren wurde kolumbianisches Kokain in Costa Rica  geschmuggelt und in 39 verschiedene Orte auf vier Kontinenten exportiert. Die Empfängerländer der Drogenlieferungen aus Costa Rica sind China, Iran, Südafrika, Lettland und viele Inseln in Ozeanien. Dieses Jahr haben die Sicherheitskräfte in Costa Rica bisher 2.600 Kilogramm Kokain beschlagnahmt. Mexikanische Kartelle haben auch in diesem Land Geschäfte gegründet. 4

2015 war das Jahr mit der höchsten Rate an Morden in Costa Rica. Die Behörden schätzen, dass 45 Prozent der 400 Morde in diesem Jahr mit dem Drogenhandel verbunden sind. Lokale illegaler Gruppen werden auch meistens von diesen internationalen Gruppen mit Geld und Waffen unterstützt. Aus diesem Grund nimmt die Gewalt in diesen Regionen zu.5

  1. El Nuevo Día: Más droga en el Caribe – am 10. July 2016 [] []
  2. El Diario: Los asesinatos en Puerto Rico suben un 14 por ciento, en gran parte por la violencia intrafamiliar – am 21. Juni 2016 []
  3. Insight Crime: Clandestine Airstrips Signal Costa Rica´s Role in Drug Trafficking – am 7. July 2016 []
  4. Insight Crime: Clandestine Airstrips Signal Costa Rica´s Role in Drug Trafficking – am 7. July 2016 []
  5. Insight Crime: Violence in Costa Rica Reaching „Pandemic“ Levels? – am 24. Semptember 2015 []
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