Drogenexport aus Mexiko droht seit Trump-Regierung wieder zu steigen

Donald Trump überdenkt die geplante Legalisierung von Marihuana | Bild: © Gage Skidmore [CC BY-SA 2.0] - Flickr

„America first“.

Das Motto des US – Präsidenten Donald Trump ist aussagekräftig. Ganz Amerika hat er dabei offenbar nicht gemeint, sämtliche Länder abgesehen von Nordamerika scheint Trump nicht zu priorisieren. Der Nachbarstaat Mexiko hat seit Jahren mit der Mafia und massivem Drogenhandel zu kämpfen.

2012 haben die US-Bundesstaaten Colorado und Washington für die Legalisierung von Marihuana gestimmt und den Kartellen damit einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eine Vielzahl von Bürgern in den USA kauft die legale Ware. Obwohl die Droge aus Mexiko billiger erworben werden kann, investieren Konsumenten lieber in das Produkt aus dem eigenen Land. Es ist sicherer, wurde getestet und kann gekauft werden, ohne eine Straftat zu begehen.

Im Jahr 2011 wurden in Mexiko 2,5 Millionen Pfund der Droge exportiert – 2014 waren es nur noch 1,9 Millionen Pfund. Die mexikanische Armee stellt ebenfalls Erfolge fest. 2014 hat sie 664 Tonnen Cannabis konfisziert – 32 Prozent weniger als im Vorjahr.1

Ex -US – Präsident Barack Obama gewährte während seiner Amtszeit den einzelnen US – Staaten freihe Hand bezüglich der Legalisierung von Marihuana. Damit gingen eine Reihe von Vorteilen einher. Der illegale Cannabis-Handel greift dem amerikanischen Staat tief in die Tasche. Der Kampf gegen die Drogenkriminalität ist kostspielig. Über die Hälfte der Inhaftierungen in Amerika können mit Drogendelikten in Verbindung gebracht werden.

Obama erkannte außerdem die positiven Auswirkungen der Legalisierung von Marihuana auf die Entwicklungspolitik in Mexiko. Denn vor allem dort hat der illegale Handel mit Marihuana verheerende Folgen. Durch ein Drogenverbot in den USA könnten hohe Summen von den Vereinigten Staaten zurück nach Mexiko fließen. Von den Geldern profitiert die Kartelle. Damit können Waffen finanziert, Attentäter bezahlt und die Polizei bestochen werden.

Seitdem in einigen Teilen der USA die Legalisierung von Marihuana durchgesetzt wurde, kann in Mexiko ein Rückgang der Gewalt und Mordrate festgestellt werden. 2014 wurden 15.649 Morde gemeldet. 2011 waren es 23.000.12

Das Ziel des ehemaligen Präsidenten war es, die wirtschaftliche Unterstützung der mexikanischen Mafia zu stoppen. Obamas Richtlinie hinsichtlich der Legalisierung von Cannabis konnte dies bewerkstelligen. Donald Trump stellt sich jedoch quer. Die Obama Direktive wird von der neuen Regierung in Frage gestellt. Sollten die einzelnen US – Staaten aufgrund eines Drogenverbotes nicht mehr selbst über ihre Cannabis – Politik entscheiden können, bedeutet das steigenden Drogenexport und steigende Kriminalität in Mexiko.

Die verheerenden entwicklungspolitischen Folgen für Mexiko scheint Trump trotz seines „America first“ Vorsatzes hintenanzustellen.3

  1. Time: U.S. Legalization of Marijuana Has Hit Mexican Cartels´Cross – Boarder Trade; Artikel vom 08.04.2015 [] []
  2. Zeit: Mit Gras gegen die Mafia; Artikel vom 19.03.2015 []
  3. ZDF: Legalisierung auf der Kippe Trump Regierung gegen Marihuana; Artikel vom 04.01.2018 []

Über Malina / earthlink

Ich heiße Malina, bin 23 Jahre alt und studiere Politikwissenschaften und Soziologie in München.
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