Datengrundlage

© Kts | Dreamstime.com

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Die in diesem Kapitel verwendeten Daten gehen zum größten Teil auf den jährlich erscheinenden World Drug Report der Vereinten Nationen zurück.

Ohne Frage sind Erhebungen im Bezug auf Drogenproduktion, -konsum und –handel schwierig. Gemäß der internationalen Drogenkonvention sind Mitgliedstaaten jedoch verpflichtet, nationale Informationen zur Drogenkontrolle dem Drogenbüro der Vereinten Nationen zur Verfügung zu stellen. Um die Informationen einzusammeln, wurde ein Fragebogen erstellt und an 192 Staaten und Territorien verschickt.

Die Rücklaufquote war überdurchschnittlich hoch, aber nicht vollständig und zusätzlich nicht alle zurückgesendeten Fragebögen vollständig ausgefüllt. Dennoch sind sie eine unverzichtbare Grundlage für die Schätzungen der UNO, die daraus resultieren.

Drogenproduktion

Zur Feststellung der Anbaufläche für pflanzenbasierte Drogen bedienen sich die Vereinten Nationen drei verschiedener Methoden:

– Satellitenbilder

– Aufnahmen von Helikopterflügen

– Gezielte Befragungen in betroffenen Dörfern

Drogenhandel

Ein Großteil der angegebenen Zahlen basiert auf dem von den Vereinten Nationen ausgesandten Fragebogen. Zusätzlich werden die Erhebungsdaten mit Informationen anderer Organisationen ergänzt. Dazu gehören das „World Customs Office“ (WCO), die „Heads of National Law Enforcement Agency“ (HONLEA), das UNO-Netzwerk “Drug Use Information Network for Asia and the Pacific” (DAINAP) sowie einige lokale Büros der UNO. Die Beschlagnahmung von Drogen ist hierbei der entscheidende und verständlichste Indikator für die Drogensituation und deren globale Entwicklung. Sie mögen zwar keine großen Rückschlüsse über nationale Trends des Drogenhandels zulassen, jedoch auf regionaler und globaler Ebene.

Drogenkonsum

Der Gebrauch von Drogen ist besonders schwer zu messen, da hier ein sehr hoher Anteil sogenannter „versteckter Population“ vorhanden ist, welcher nicht erfasst wurde. Deswegen bedienen sich die Vereinten Nationen einer großen Reichweite bei ihren Schätzungen, welche die Ungenauigkeit der Daten zum Ausdruck bringen soll. Bei den hier aufgeführten Zahlen handelt es sich einheitlich um den Mittelwert.

Berücksichtigt wurden dabei Personen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren, die zumindest einmal im Bezugsjahr die entsprechende Droge konsumiert haben.

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