Kokainhandel

(c) Lucasdm | Dreamstime.com

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Die Hauptanbaugebiete der Kokapflanze liegen in den südamerikanischen Staaten Kolumbien, Peru und Bolivien.

Hauptabsatzgebiete für Kokain sind vor allem Nord- und Südamerika sowie West- und Zentraleuropa mit knapp drei Viertel aller Konsumenten (knapp 14 Mio). Während der Kokainkonsum in Nordamerika und Europa leicht abgenommen hat, sind in Südamerika Zuwächse zu verzeichnen, insbesondere in Brasilien, dem bevölkerungsreichsten Land des Kontinents.

Gleichzeitig lässt sich feststellen, dass in Afrika, Asien und Ozeanien ebenfalls eine Zunahme des Kokainkonsums im Gange ist, obwohl die Statistiken für diese Gebiete limitiert sind. Diese Entwicklung hängt aber sicherlich auch mit dem generellen Bevölkerungswachstum zusammen, insbesondere in Asien und Afrika. Jahrelang wurde der Konsum des weißen Pulvers dort nicht als ernsthafte Bedrohung und somit als relevant betrachtet. Diese Einschätzung scheint sich mittlerweile langsam zu ändern. Die besagten Regionen sind vor allem durch ihre Rolle als Transitgebiete immer stärker vom Kokainhandel betroffen, was in den meisten Fällen mit einem Anstieg des eigenen Konsums einergeht.

 

 

Handelsrouten:

1) Absatzmarkt Nordamerika

Die UNODC konnte bislang zwei Routen feststellen, über welche Kokain nach Nordamerika gehandelt wird.

Kokain, das in Kolumbien gewonnen wird, wird meist über den Landweg durch Mexiko in Richtung USA / Kanada transportiert.

Für Kokain aus den anderen Anbaustaaten Südamerikas, also aus Bolivien und Peru, wird meist der Seeweg gewählt. Dieses Kokain gelangt über verschiedene Inselstaaten der Karibik nach Nordamerika.

 

 

 

 

2) Absatzmarkt Europa

Aus den Anbauländern der Andenregion werden jährlich schätzungsweise 150 bis 170 Tonnen Kokain nach Europa geschmuggelt. Der Handel verläuft meist über Containerschiffe oder den Flugverkehr. Die UNODC konnte bislang drei Handelsrouten festlegen.

Auf der ersten Route wird Kokain direkt aus der Andenregion über den Luftweg in die einzelnen Länder Europas geschmuggelt.

Eine weitere Route führt ebenfalls über den Luftweg. Hierbei wird allerdings in einem der Staaten wie z.B. Venezuela, Ecuador,  Brasilien oder der Karibik ein Zwischenstopp eingelegt. Besonders Zentralamerika gewinnt an Bedeutung als Transitstation, da von hier aus eine große Zahl Direktflüge nach Europa angeboten wird.

Die dritte Handelsroute verläuft zunächst nach Westafrika in die Länder Guinea, Guinea-Bissau, den Senegal, Gambia oder die Bucht von Benin. Von dort aus wird das Kokain meist über den Landweg nach Europa weitergeschmuggelt.

Das Kokain gelangt in der Regel an zwei Punkten nach Europa. Im Süden ist das an den Küsten von Spanien und Portugal, im Norden Europas in den Niederlanden und Belgien.

 

Quellen:

UNODC: World Drug Report 2011

UNODC: World Drug Report 2013

UNODC: World Drug Report 2014

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