GIZ-Projekt: Alternative Entwicklung in Peru

Bild: © n.v. -

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) führt seit 2011 gemeinsam mit den Vereinten Nationen (UNODC) ein innovatives Projekt zur alternativen Entwicklung in Peru durch.

Am Projekt nehmen 210 peruanische Bauernfamilien teil (ca. 800 Personen), die verteilt auf zwei zentrale Provinzen des Landes leben, Ucayali und Huánuco. Es handelt sich dabei vor allem um ehemalige Kokaanbaugebiete bzw. Gebiete, die bereits von Eradikationsmaßnahmen der Regierung und der Vereinten Nationen betroffen waren.

Den Kleinbauern sollen anhand von Kakao und Kaffee sinnvolle Alternativen zum Kokaanbau aufgezeigt werden. Schlüssel der gesamten Anstrengungen im Rahmen des Projekts ist die Entwicklung von ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Anbaukulturen, die den Lebensunterhalt der Bauern langfristig sicherstellen können. Peruanischer Bauer mit Kakaobohne

Somit ist es für den Erfolg des Projekts von entscheidender Bedeutung, dass der Marktzugang für die entsprechenden Endprodukte gewährleistet wird. Der deutsche Schokoladenhersteller Rausch und die peruanische Organisation CAC (Cooperativa Agraria Cafetelera) stehen in diesem Zusammenhang bereits als Kooperationspartner fest. 

Die Situation im Projektgebiet ist besonders kritisch, da ständig mit einem erneuten Eindringen von Drogenhändlern gerechnet werden muss. Diese könnten die Kleinbauern wieder zwingen oder bestechen, für sie Koka anzubauen. Das Gebiet war in der Vergangenheit des Öfteren Schauplatz für bewaffnete Konflikte und diente Rebellen und Terroristen als Rückzugsgebiet.

Im Juni 2013 läuft das Projekt aus. Obwohl bereits erste Fortschritte erzielt werden konnten, ist es unbedingt notwendig, eine zweite Phase des Projekts zu finanzieren.Projektschild vor Hütten Bedenkt man, dass die Kultivierungszeit und die Ernte für Kakao und Kaffee insgesamt bis zu zweieinhalb Jahre dauern kann, geht es nun vordringlich um den Ausbau der notwendigen Infrastruktur und die Verbesserung des Marktzugangs. Gleichzeitig ist das UNODC angehalten, künftig über längere Implementierungsphasen für derartige Projekte nachzudenken. 

Alternative Entwicklung spielt eine zentrale Rolle in der neuen Anti-Drogen-Strategie der peruanischen Regierung, die bis zum Jahr 2016 ca. 100.000 Hektar alternative Anbauten etabliert haben möchte.

Quelle(n):

GIZ: Informe_Evaluacion_Intermedia

Fotos und Bilder: Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

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