Schmerz

Die Auswirkungen, welche die Drogenwirtschaft auf ein Land und seine Bevölkerung haben kann, sind divers und weitreichend. Unschuldige Menschen werden in kriminelle Machenschaften verwickelt, politische Systeme korrumpiert, wirtschaftliche Abhängigkeiten entstehen und der Natur wird enormer Schaden zugefügt.

 

 

3 Kommentare zu Schmerz

  1. Schreiber sagt:

    Ich verstehe die Intention dieser Website und finde es auch gut, dass eine solche Initiative existiert. Wenn man sich jedoch mit dem Problem „Drogen“ auseinandersetzt, so kommt man zu dem Schluss, dass die Lösung des Problems, so abwegig sie auch einigen konservativen Geistern erscheinen mag, die Legalisierung ist. Gehen wir von der einen, unverrückbaren Konstante aus, nämlich die Tatsache, dass es immer Drogenkonsum und auch Drogenhandel geben wird. Wie können wir auf die Variablen einwirken, um die einhergehenden Probleme zu lösen? Man kann den Drogen den Krieg erklären. Was Nixon einst in Gang setzte, hat sich in den letzten 40 Jahren zum blutigsten und längste Krieg der amerikanischen Geschichte entwickelt. Mit dem Ergebnis: Nie waren Drogen einfacher verfügbar, billiger und wirkungsvoller. Menschen nehmen vermutlich seit 200.000 Jahren bewusstseinsverändernde Substanzen, darunter natürlich auch Alkohol. Erst mit dem Verbot dieser Substanzen entsteht jedoch das Leid. Ein Schwarzmarkt entsteht außerhalb der Einflussnahme der Staatsgewalt. Preise und Qualität dieses Produktes werden durch Kartelle bestimmt. Es gelten die verschärften Regeln des Angebot-Oligopols. Der Staatshaushalt wird über Gebühr belastet. Allein die Ausgaben bei den Behörden und Sonderkommissionen im Bereich der Bekämpfung von Drogenkriminalität, aber natürlich auch für Sozial- und Gesundheitsbehörden müssen inzwischen in den 3-stelligen Millionenbereich gehen. Da fragt man sich als denkender Mensch, warum die naheliegende Lösung der Legalisierung und kontrollierten Abgabe nicht einmal in Betracht gezogen wird. Glaubt denn die Politik letztlich, dass jeder mündige Bürger plötzlich zum Junkie wird? Die Alkoholsucht ist medizinisch durchaus vergleichbar mit dem Heroinentzug. Starke körperliche Reaktionen, Delirium, lange Entwöhnung und hohe Rückfallquote. Man verbietet den Alkohol jedoch nicht. Man vertraut dem Gros der Bürger und lehrt sie einen vernünftigen Umgang damit. Nebenbei verdient der Staat kräftig am Alkohol mit. Beim Tabak sieht es ähnlich aus und doch gehen die Zahlen der jungen Raucher Jahr um Jahr zurück. Der Unterschied ist bei beiden Produkten, dass der Handel, der Erwerb und der Konsum legal ist. Qualität unterliegt der staatlichen Aufsicht. Ein Schwarzmarkt ist nur bei den Tabakwaren entstanden, nachdem der Staat auch hier falsch eingegriffen und die Besteuerung unverhältnismäßig hoch angesetzt hat. Es ist richtig, dass beide Substanzen, Tabak wie Alkohol, gesundheitliche Schäden verursacht. Das weiß auch der Bürger und schränkt den Konsum ein oder verzichtet ganz darauf. Die Legalisierung von Drogen sollte ernsthaft in Betracht gezogen werden. Es kommt auf den Versuch an. Jedes Gesetz lässt sich rückgängig machen. Wagen wir, was andere nicht wagen und schauen wir was passiert. Schlimmer kann es nicht werden.

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