Familie und Bildung

Der Zugang zu Bildung wird maßgeblich beeinflusst

In den Gebieten, in denen Drogen angebaut werden, leiden die beteiligten Familien. Die kriminelle Energie und Gewalt, die dort entsteht, verhindert ein friedliches Zusammenleben und somit auch den Zugang zu staatlichen Gesundheits- und Bildungssystemen. Die Kinder werden vernachlässigt, die Familien verschulden sich und auch die Schulgebühren können irgendwann nicht mehr bezahlt werden.

Frauen leiden besonders unter der Drogenwirtschaft

(c) Digitalpress | Dreamstime.com

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In Myanmar beispielsweise leiden vor allem Frauen unter der Zunahme der Drogenproduktion und der sich ausbreitenden Drogenabhängigkeit. Allzu oft sind sie der körperlichen und verbalen Gewalt ihrer abhängigen Männer ausgesetzt. Die Männer gehen nicht mehr zur Arbeit und die Versorgung der Familie ist nicht mehr sichergestellt.

Der Weg in die Armut ist geebnet.

Entstehung von Kinderarbeit

(c) U.S. Marine Corps | Wikimedia Commons

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Um das Überleben ihrer Familie zu sichern, brechen beispielsweise im mexikanischen Bundesstaat Guerrero viele Kinder die Schule ab, damit sie ihren Eltern beim Schlafmohnanbau helfen können. Das daraus gewonnene Opium bedient die ungebrochene Nachfrage nach Heroin in den USA. Wegen fehlender Infrastruktur und der Perspektivlosigkeit in den ländlichen Regionen erscheint es den Kindern nutzbringender, die Ausbildung abzubrechen und stattdessen ihre Eltern zu unterstützen. Dies verwehrt ihnen die Chance, sich selbst zu verwirklichen und verhindert einen Ausweg aus der strukturellen Armut in der Region.

Quellen:

Palaung Women´s Organization: Poisoned Flowers – nicht mehr verfügbar

Palaung Women´s Organization: Poisoned Hills

Friesendorf, Cornelius: Drogen, Krieg und Drogenkrieg

The New York Times: Young Hands in Mexico Feed Growing U.S. Demand for Heroin

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