Schlagwort-Archive: Drogenhandel

USA: Wieso Trumps Mauer die Opioid-Krise nicht lösen wird

 US-Präsident Donald Trump. | Bild (Ausschnitt): ©  Elliott Brown [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Bei Drogenmissbrauch denken die Meisten sofort an perspektivlose Menschen aus sozialen Brennpunkten. Auch in Amerika werden Schwarze oft als Drogenabhängige und Latinos als Drogendealer stigmatisiert. US-Präsident Donald Trump benutzt eine solche Rhetorik seit seinem Präsidentschaftswahlkampf. Diese trieb er bis zu seinem größten Wahlversprechen der großen Mauer zwischen Amerika und Mexiko voran. Doch Amerika überrollt im Moment eine Opioid-Krise, die vor allem Menschen aus Vorstädten, die oft zur weißen Mittelkasse von Amerika gehören, betrifft. Heute bilden Weiße aus allen Schichten der Gesellschaft die Gruppe mit den meisten Heroinabhängigen in den USA. Das heißt, dass Drogenprobleme nicht nur unter der Afro-amerikanischen und Latino-Bevölkerung verbreitet sind.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Iran: Drogenhändler missbrauchen Tauben als Drogenkuriere

 Brieftauben werden immer wieder zum Drogenschmuggel eingesetzt.  | Bild (Ausschnitt): ©  blackpictures [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Die iranische Polizei hat letzte Woche rund hundert Tauben beschlagnahmt, die offenbar als Drogenkuriere missbraucht wurden. Die Vögel wurden bei einer Antidrogenoperation in der westiranischen Provinz Kermanschah entdeckt. Anscheinend wurde den Tieren ein kleiner blauer Plastikbeutel an die Klaue gebunden, indem sich die illegalen Drogen befanden. Nicht zum ersten Mal benutzen Drogenhändler die Vögel, die in früheren Zeiten als Postboten oder Kuriere eingesetzt wurden, auch für ihre kriminellen Zwecke. Ähnliche Fälle gab es bereits in Kuwait und Kolumbien. Im Iran allerdings, indem die Zucht der Vögel und Taubenrennen eine lange Tradition haben, ist die Taube als Drogenkurier ein relativ neues Phänomen.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Lateinamerikanische Gangs weltweit auf dem Vormarsch

Mara Salvatrucha - MS-13 Ein Mitglied der MS-13. | Bild (Ausschnitt): © Federal Bureau of Investigation [Public Domain]  - Wikimedia Commons Am 2.August wurde der Kopf der MSX3, Balbín Antonio Castillo Nole, während einer Routine Polizeikontrolle in einem Viertel in Lima der peruanischen Hauptstadt festgenommen. Er wurde zunächst für einen normalen Passanten gehalten. Als er sich jedoch weigerte, sich zu identifizieren und versuchte zu fliehen, wurde er festgenommen. Es stellte sich später heraus dass es sich um Castillo handelt, der mehrere strafrechtliche Einträge hat. Er wurde wegen Drogenhandel, Entführung, Erpressung, Diebstahl und versuchten Mordes polizeilich gesucht.
Veröffentlicht unter Allgemein, Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Costa Rica: Drogenhandel floriert – Mordrate steigt

Polizei Costa Rica Die costa-ricanische Regierung konzentriert sich auf einen transnationalen Ansatz zur Bekämpfung der Kriminalität. | Bild (Ausschnitt): © The LEAF Project [Public Domain]  - Flickr In Costa Rica lässt sich ein Anstieg der Mordrate beobachten. In vier Jahren ist die Mordrate von 8,4 auf 11,8 Morde pro 100.000 Einwohner im Jahr 2016 gestiegen. Insgesamt gab es im letzten Jahr 577 Morde. Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres kam es zu 91 Morden, dies deutete bereits darauf hin, dass die Mordrate in diesem Jahr ähnlich hoch sein wird wie in den letzten Jahren.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Abkommen zwischen Bolivien und Brasilien soll Gangs an der Expansion hindern

Michel Temer und Evo Morales Die Präsidenten von Brasilien und Bolivien, Michel Temer und Evo Morales. Ein Bilaterales Abkommen zwischen den beiden Ländern soll kriminelle Gruppen an der Expansion hindern. | Bild (Ausschnitt): ©  Michel Temer [CC BY 2.0]  - Flickr Bolivien und Brasilien haben sich auf ein bilaterales Abkommen geeinigt, das Ende des Monats in Kraft treten soll. Die Expansion und das Wachstum brasilianischer krimineller Banden in Bolivien soll gestoppt werden. Bolivien hat auf dieses Abkommen bereits seit drei Jahren gedrängt. Brasilien wollte jedoch zunächst die Gewissheit das Gruppen aus ihrem Land tatsächlich dort präsent sind.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Malis Funktion als Transitstaat fördert den Terrorismus

Ansar Dine Rebellen Viele terroristische Gruppen finanzieren sich unteranderem mit dem Drogenhandel. | Bild (Ausschnitt): © Anne Look [Gemeinfrei]  - Wikimedia Commons Mali ist ein westafrikanisches Land, das mit verschiedenen Problemen, die sich gegenseitig verstärken, zu kämpfen hat. Der schwache Staat und die durchlässigen Grenzen in der Wüste im Norden des Landes bieten die Möglichkeit, dass sich der Drogenhandel ausbreitet. Der Drogenhandel fördert die Korruption, was den Staat wiederum weiter schwächt. Das Kokain stammt aus Südamerika, die westafrikanischen Staaten dienen als Transitstaaten für den europäischen Markt.
Veröffentlicht unter Allgemein, Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Iran vor Lockerung der Drogengesetze – Todesstrafe nicht mehr zwingend

Heroin aus Afghanistan Heroin aus Afghanistan wird durch den Iran in Richtung Europa geschmuggelt. | Bild (Ausschnitt): ©  DFID - UK Departmen International Development [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Der Iran führt zusammen mit Saudi-Arabien, Pakistan und dem Irak am häufigsten die Todesstrafe durch – China veröffentlicht keine Daten, jedoch geht Amnesty International von mehreren Tausend Fällen allein im vergangenen Jahr aus. 567 Menschen wurden 2016 in der islamischen Republik exekutiert. Diese Zahl könnte in den nächsten Jahren sinken. Der häufigste Grund für die Vollstreckung sind Drogendelikte. Anfang August will das Parlament über eine Milderung der aktuellen strengen Drogengesetze abstimmen. Die Gesetzesvorlage vom 16. Juli strebt eine Lockerung der Todesstrafe an. Jene soll nur noch dann verhängt werden, wenn man mit mehr als 100 Kilogramm traditionellen Drogen wie Opium oder ab zwei Kilogramm synthetische Drogen wie Methamphetamin erwischt wird, oder Minderjährige für Produktion und Handel von auch kleineren Mengen benutzt. Human Rights Watch fordert die Aussetzung der Exekutionen bis über den Entwurf abgestimmt wird. Es sei grausam, Menschen für etwas hinzurichten, für das sie in absehbarer Zeit höchstens 30 Jahre ins Gefängnis müssten, so die Menschenrechtsorganisation.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Pakistans Drogenkonsum wächst – Terrorgruppen profitieren

Pakistan Heroinkonsum Die Zahl der Drogenkonsumenten in Pakistan steigt. | Bild (Ausschnitt): ©  Photo RNW.org [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Am 13. Juli fand Pakistans Anti-Narcotics Force (ANF) Drogen im Wert von 430 Millionen Pakistani Rupees. Umgerechnet ist die 365 Kilogramm schwere Ladung ungefähr 3500 Euro wert. Schon im Februar beschlagnahmte die Einheit fast 17 Tonnen illegaler Substanzen im Wert von umgerechnet 277 Millionen Euro. Aufgrund der geographischen Lage ist Pakistan vom Drogenhandel besonders betroffen. Die lange Grenze zu Afghanistan, dem großen Opiumproduzenten, macht aus Pakistan einen idealen Transitstaat. Laut Angaben der UNODC gehen 43 Prozent des afghanischen Schmuggels durch das Land. Mittlerweile steigt auch der Drogenkonsum in Pakistan. Laut Angaben der UN gab es 2013 7,6 Millionen Drogenabhängige. Mittlerweile sind es 8 Millionen, Tendenz steigend. Am häufigsten werden Haschisch, Heroin, Opium und Kokain konsumiert. An sie kommt man leicht auf der Straße heran. Aber auch Universitäten scheinen ein beliebter Umsatzmarkt zu sein. 2016 wurden in Bildungseinrichtungen fast 10 Kilogramm Heroin, 33 Kilogramm Opium und fast eineinhalb Kilogramm Haschisch sichergestellt.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kolumbiens humane Drogenpolitik bereits nach wenigen Monaten gefährdet

Kolumbien Drogen Kolumbianische Einsatzkräfte zerstören ein Kokainlabor. | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Erst am 11. Mai wurde Kolumbiens neue Strategie zur Drogenbekämpfung durch Juan Manuel Santos eingeweiht. Im Zuge der Demilitarisierung der FARC wurde ein Plan entwickelt, der die Drogenproduktion in vormals kontrolliertem FARC-Gebiet beenden sollte. Das ambitionierte Konzept sieht, anders als es in der Vergangenheit der Fall war, eine enge Kooperation mit den lokalen Kokabauern vor. Jedem Kokabauer sollen legale Ausweichpflanzen, 7.800 US-Dollar und Grundstücke zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich dazu sollen Investitionen in die Infrastruktur und in öffentliche Dienstleistungen getätigt werden, um den Umstieg in die Legalität zu erleichtern. Der Plan hatte umgehenden Erfolg. Schon vor offiziellem Starttermin hatten sich 80.000 Familien für das Verfahren angemeldet und erwarten nun staatliche Hilfe und wirtschaftliche Perspektiven, damit sie dem Kokaanbau entsagen können.
Veröffentlicht unter Gegenmaßnahme | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Frauen geraten in Honduras zunehmend in Strudel aus Gewalt und Drogen

coca plantation Koka-Plantage in den Bergen. (Symbolbild) | Bild (Ausschnitt): © CIAT [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Honduras ist eines der gefährlichsten Länder der Welt. Die Mordrate ist enorm hoch und blutige Bandenkämpfe toben seit Jahren im Land. Gründe für die tödlichen Auseinandersetzungen lassen sich viele finden. Die Gewichtigsten stellen aber wohl die zunehmende Beteiligung an der Drogenproduktion und die damit zusammenhängende Korruption dar. Lange Zeit galt Honduras als ein typisches Transitland, in den letzten Jahren aber wurden immer mehr Koka-Plantagen gefunden. Honduras Landschaft zeichnet sich durch viele abgelegene, bergige und regnerische Regionen aus. Diese eignen sich hervorragend für den Kokaanbau, da sie optimale Bedingungen bieten und zudem gut versteckt sind. Das hat die großen honduranischen Gangs wie Barrio 18 und Mara Salvatrucha (MS13) sowie kolumbianische Kartelle auf den Plan gebracht, in Honduras als Kokaproduzenten einzusteigen. Der Weg in die USA ist vergleichsweise kurz und die staatlichen Strukturen begünstigen dieses Vorhaben. In Honduras ist Korruption weit verbreitet. Die Eliten sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor sind weitestgehend korrumpiert und unterstützen die großen Drogenbanden. Sie verfolgen die Gangs strafrechtlich kaum, sondern sichern stattdessen mit Hilfe der kriminellen Gangs ihre Macht ab oder profitieren gar finanziell davon. Indem sie Passivität walten lassen, erhalten sie oftmals Anerkennung in monetärer Form.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar