Schlagwort-Archive: Drogenkriminalität

Das Budget der Trump-Administration erschwert den Kampf gegen Drogen

Symbolbild Geld Dollarscheine | Bild (Ausschnitt): © Nick Ares [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Im Kampf gegen Drogen und organisierte Kriminalität wird die aktuelle US-Regierung sehr wahrscheinlich neue Wege gehen. Eine Idee davon, wie dieser Weg aussehen könnte, bekommt man beim Blick auf das geplante Budget der Administration. Die offiziellen Zahlen in dem Papier weisen auf eine deutliche Kürzung der Hilfsmittel hin. Besonders hart trifft es demnach Latein- und Zentralamerika. Unter dem Punkt „westliche Hemisphäre“ wird eine Kürzung von knapp 40 Prozent für diesen Teil der Welt angekündigt. Es muss festgehalten werden, dass das vorliegende Haushaltspapier nur ein Vorschlag ist und vom Kongress genehmigt werden muss, aber der nun gewonnene Eindruck der „America first“- Rhetorik erhärtet sich und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf einiger der ärmsten Länder der Region. Gute Neuigkeiten sind das allerdings für die Sicherheitsbehörden der USA. Ihr Budget würde sich bei dem geplanten Budget vergrößern. Ein Ausbau des Grenzschutzes und den damit verbundenen Behörden ist darin ein Kernaspekt. Die Annahme, dass die neue Regierung ihre Gangart ändert, wird verstärkt auch in Kolumbien und Mexiko wahrgenommen. Diese beiden Länder bilden seit einiger Zeit den Mittelpunkt der Bemühungen im Kampf gegen Drogen.
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Drogenangebot und -nachfrage bedingen sich gegenseitig

Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan | Bild (Ausschnitt): © Sgt Pete Thibodeau - Wikimedia Commons Bei Drogen wie auch legalen Gütern stehen Angebot und Nachfrage in unmittelbaren Zusammenhang. Die Nachfrage stellt dabei die treibende Kraft für den Drogenhandel dar. Dies bestätigte auch der ehemalige kolumbianische Präsident Belisario Betancur (1982-1986): „Solange es eine Nachfrage gibt, wird die Produktion niemals komplett ausgelöscht werden können.“ Rund 17 Millionen Menschen konsumieren jährlich illegale Opiate, dazu gehören Opium, Heroin und Morphium. Allein 2014 gab es 207.000 Drogentote. Längst ist der Drogenhandel einer der größten Rohstoffmärkte der Welt. Jährlich werden mehrere Milliarden US-Dollar umgesetzt. Insgesamt wurden über 7.500 Tonnen Opium benötigt, um die weltweite Heroin- und Opiumnachfrage 2014 zu decken. Allein in Afghanistan wurden 6.400 Tonnen Opium produziert. Somit werden mehr als 85 Prozent des weltweiten Marktes für illegale Opiate vom Land am Hindukusch aus bedient. Dort und im Goldenen Dreieck züchten Kleinbauern mit Schlafmohn den Rohstoff für Opium und Heroin, weil dies im Gegensatz etwa zum Weizenanbau mehr oder überhaupt Einkommen verspricht. Das treibt seit Jahrzenten ganze Familien von Landwirten in die Drogenkriminalität.
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In Laos steigt der Methamphetaminkonsum unter der jüngeren Generation

Opium und Heroin Opium und Heroin | Bild (Ausschnitt): ©  Jordi Bernabeu Farrús [CC BY 2.0]  - Flickr Das landumschlossene Laos ist ein wichtiger Transitstaat für Metamphetamin, produziert in China und Myanmar, welches anschließend in den Süden nach Thailand, Kambodscha und Malaysia transportiert wird. Zudem liegt der Staat an der östlichen Spitze des sogenannten Goldenen Dreiecks, dem weltweit zweitgrößten Gebiet der Drogenproduktion nach Lateinamerika, und führendem Opiumhersteller. Schwach kontrollierte und durchlässige Grenzübergänge sowie zügellose Korruption haben den lukrativen Drogenhandel gedeihen lassen. Auch die wirtschaftliche Entwicklung und die Verbesserung der Infrastruktur und des Kommunikationsnetzes bieten eine günstige Gelegenheit für das Drogengeschäft. Im Vergleich zu Lateinamerika sind die Anführer der Kartelle wenigen Risiken ausgesetzt.
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Philippinen: „Anti-Drogen-Krieg“ offenbart sich als Krieg gegen die Armen

Protest vor dem philippinischen Konsulat in New York Philippinischer Präsident Rodrigo Duterte löst weltweite Prosteste aus. | Bild (Ausschnitt): ©  VOCAL-NY (Voices Of Community Activists & Leaders) [CC BY 2.0]  - flickr.com "If you are poor you are killed." Amnesty International wirft dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte bei seiner Vorgehensweise zur Bekämpfung der Drogenkriminalität schwere Missachtung von Menschenrechten vor.Schon seit Monaten platzierte die philippinische Polizei systematisch falsche Beweismittel, mit Augenmerk auf wehrlose Individuen und tötete diese anschließend. Diese Brutalität und Ungerechtigkeit hat zur Folge, dass dem Kampf gegen Drogen häufig unschuldige und arme Personen, darunter auch Kinder, zum Opfer fallen. Die großen Drogenbarone sind bislang verschont geblieben. Zusätzlich beraubte die Polizei die bedürftigen Menschen und bezahlte Auftragsmörder für deren Hinrichtung. Nur in wenigen Fällen führte sie Verhaftungen ohne tödliche Gewalt durch. Verschont wurden vor allem ausländische Drogenbanden, meist aus China oder Hong Kong, welche auf den Philippinen ihre Drogengeschäfte durchführten. Mittellosen Menschen allerdings werden diese Rechte und der Schutz vorenthalten. Diese Tatsache bestätigt die Annahme, dass es sich um einen Krieg gegen die Armen handelt und Dutertes Absicht, gegen die Drogenkriminalität seines Landes zu kämpfen, führt zu einer „Ökonomie des Mordes“.
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Die menschenunwürdige Lage der Frauen in brasilianischen Gefängnissen

Gefängnis  Bild (Ausschnitt): © Matthias Müller [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Die Situation in brasilianischen Gefängnissen ist katastrophal. Doch besonders leiden Frauen unter der miserablen Haftbedingungen. Der Gefängnisalltag ist für sie geprägt von Gewalt, Vergewaltigungen und Umständen, bei denen der Begriff „unhygienisch“ eine maßlose Untertreibung darstellt.
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Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Rassismus und der War on Drugs in den USA

Jeff Sessions  Bild (Ausschnitt): © Gage Skidmore [CC BY-SA 2.0]  - Flickr In den USA ist es 12-mal so wahrscheinlich, dass ein unschuldiger Afro-Amerikaner in Zusammenhang mit Drogendelikten verurteilt wird, als ein „weißer“ Amerikaner. Zu diesem Ergebnis kam eine am letzten Dienstag veröffentlichte Studie, die im Auftrag der National Registry of Exonerations durchgeführt wurde. Obwohl Afro-Amerikaner und „weiße“ Amerikaner die gleichen Mengen an illegalen Drogen konsumieren, werden erstere fünfmal häufiger wegen Drogenbesitzes inhaftiert. Zudem sind in 47 Prozent der nachträglichen Freisprechungen die Unschuldigen Afro-Amerikaner. Und dies obwohl diese nur 13 Prozent der amerikanischen Bevölkerung ausmachen.
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Kenia: Drogenproblematik als Wahlkampfpropaganda

Mombasa  Bild (Ausschnitt): © Victor Ochieng [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Im ostafrikanischen Land stehen im August dieses Jahres Präsidentschafts-, Parlaments- und Gouverneurswahlen an. Die Drogenproblematik des Landes wird nun zu Wahlkampfzwecken und Propaganda instrumentalisiert.
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Mexiko: Der Anti-Drogen-Krieg hat katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt

Deforestation Mexico  Bild (Ausschnitt): ©  Blatant World [CC BY 2.0]  - flickr Der Drogenhandel ist eine der größten Herausforderungen für Mexiko. Tausende Menschen sterben jährlich in Folge der Drogenkriminalität. Ein entscheidender Faktor im Anti-Drogen-Krieg in Mexiko ist die gesellschaftliche und politische Einstellung der USA. Die Vereinigten Staaten stellen den weltweit größten Drogenmarkt dar. Die enorme Nachfrage bestimmt die Produktion und den Handel. Laut US-Behörden stammen rund 90 Prozent des importierten Kokains aus Mexiko.
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Afghanistan: Den Bauern bleibt nur noch das Heroin

Bauern beim Schlafmohnanbau  Bild (Ausschnitt): ©  Defence Images [CC BY-NC 2.0]  - flickr Alleine in Deutschland gibt es derzeit rund 57.000 Heroinkonsumenten, die jährlich bis zu 52 Tonnen der illegalen Droge verbrauchen. Davon ist in naher Zukunft nicht abzusehen, denn innerhalb des letzten Jahres ist die Quote der Erstkonsumenten erneut um 14,6 Prozent gestiegen. Diese enorme Nachfrage lässt die Produktion in Afghanistan drastisch steigen.
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Grausame Härte: Drogenschmugglern in Indonesien droht die Todesstrafe

Gewehr Erschießung Drogendealer Zum Tode verurteile Drogendealer werden in Indonesien Erschießungskommandos vorgeführt. | Bild (Ausschnitt): © Unknown - Wikimedia Commons Indonesien – das ist ein großes Land mit einem ebenso großen Drogenproblem. Vier Millionen Drogensüchtige gibt es auf dem Inselstaat. Angesichts der alarmierenden Zahlen hat Präsident Joko Widodo deshalb im vergangenen Jahr den Drogen-Notstand ausgerufen.
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