Schlagwort-Archive: Eradikation

Kolumbiens Kokaproduktion erreicht Rekordhoch

Drogen Koka Rekordhoch Strategien Soldaten nach der Niederbrennung eines Koka-Labors in Tumaco | Bild (Ausschnitt): © AP Foto/ William Fernando Martinez [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Am 25. Juni 2018 veröffentlichte das „Office of National Drug Control Policy“ (ONDCP) im Weißen Haus eine denkwürdige Pressemitteilung zu Kolumbiens Kokaproduktion. Die neuesten Erhebungen haben ergeben, dass diese – seit die Messungen vor 20 Jahren begonnen haben – ein neues Rekordhoch erreicht hat. Ist der Andenstaat ohnehin schon seit Jahren Weltmeister in der Produktion der widerstandsfähigen Nutzpflanze, so hat er nunmehr seine Führung auch noch ausgebaut.
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USA macht Druck: Widersprüchliche Aussagen in Kolumbien in Bezug auf Koka- Eradikationsziel 2018

Kolumbien Die USA machen Kolumbien Druck, die gewaltsame Eradikation fortzusetzen. Das Nachhaltigkeitsprogramm bleibt dabei auf der Strecke. | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr In Kolumbien zog man diesen Dezember ein Fazit zu der bisherigen Umsetzung der Koka-Eradikation 2017 und gab Eradikationspläne für das Jahr 2018 bekannt. Der kolumbianische Verteidigungsminister, Luis Carlos Villegas, sagte in einer Pressemitteilung, dass die Behörden ihr Ziel der gewaltsamen Ausrottung von 50.000 Hektar Koka-Ernte dieses Jahr erreicht bzw. sogar überschritten hätten. Er gab zudem bekannt, dass 2018 63.000 Hektar der Koka-Ernte beseitigt werden, 23.000 Hektar davon durch freiwillige Ersetzung mit Nutzpflanzen und 40.000 Hektar durch Vernichtung. Jedoch hatte die kolumbianische Regierung hier scheinbar widersprüchliche Aussagen bezüglich der Menge an Koka getätigt, die im nächsten Jahr mithilfe des Militärs ausgerottet werden soll.
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Paraguay nutzt den War on Drugs zum Wahlkampf

Kolumbien Drogen Pflanzenverbrennungen sind Teil der Strategie des War on Drugs. (Symbolbild) | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Paraguay ist der größte Marihuana-Produzent in ganz Südamerika. Das liegt im Großen und Ganzen an drei zentralen Gründen: Zum einen wäre da die Verdienstmöglichkeit. Bauern können mit einer herkömmlichen, legalen Agrikultur bei weitem nicht so viel verdienen als mit dem Marihuana-Anbau. Zum anderen ist die Qualität von paraguayischem Cannabis von außerordentlicher Güte. Es gilt als besonders rein und der THC-Gehalt, verglichen mit dem argentinischen Produkt, ist um 25 Prozent höher. Der dritte große Punkt, warum der Anbau von Marihuana in Paraguay so weit verbreitet ist, liegt an der laxen Strafverfolgung und an korrupten Offiziellen. Vor allem in ländlichen Gebieten fallen Polizeibeamte der Korruption anheim. In Paraguay ist es gängig, dass Marihuana-Produzenten hohe Geldsummen als Willkommensgeschenk für neue Gesetzeshüter mitbringen, um ihr Drogengeschäft unbehelligt weiterführen zu können. In Alto Paraná wurde diese Praxis erstmalig publik. Demnach hat jeder Polizeichef 9.000 US-Dollar erhalten, damit die dort agierende Drogenbande ungestört und frei von Sanktionen weiterarbeiten kann. Leider scheint dies kein Einzelfall zu sein, sondern ist gängige Praxis. Ohne eine innoffizielle Zusammenarbeit zwischen staatlicher Seite und den Drogenbanden wäre eine solche Ausbreitung der Cannabis-Produktion kaum vorstellbar.
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Kampf gegen Drogen: Peru darf nicht denselben Fehler machen wie Kolumbien

Koka-Pflanze in Peru Eine Koka-Pflanze wächst auf einem Feld in Peru | Bild (Ausschnitt): ©  Megan [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Peru verfolgt seit einiger Zeit eine neue Strategie im Kampf gegen Drogen. Die Regierung in Lima versucht mit radikaler Eradikation dem Koka-Anbau beizukommen. Die Präsidentin Carmen Masías möchte erreichen, dass bis 2021 ungefähr 50 Prozent der Anbaufläche von Koka zerstört wird. Diese Maßnahme soll davon begleitet werden, dass über die nächsten Jahre mehr Konfiszierungen stattfinden sollen. Darüber hinaus sollen den Bauern ernsthafte Alternativen aufgezeigt werden. Das erklärte Ziel sind 400 Tonnen weniger Kokain pro Jahr. Limas Programm ist dem kolumbianischen sehr ähnlich. Auch hier sollen mehr Felder zerstört werden. In Kolumbien haben immer mehr Eradikationen dazu geführt, dass die Anbaufläche von Koka auf 78.000 Hektar im Jahr 2012 reduziert wurde. Gleichzeitig zeigt das kolumbianische Beispiel aber auch auf, auf welche Stolpersteine Peru achten sollte.
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Das Budget der Trump-Administration erschwert den Kampf gegen Drogen

Symbolbild Geld Dollarscheine | Bild (Ausschnitt): © Nick Ares [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Im Kampf gegen Drogen und organisierte Kriminalität wird die aktuelle US-Regierung sehr wahrscheinlich neue Wege gehen. Eine Idee davon, wie dieser Weg aussehen könnte, bekommt man beim Blick auf das geplante Budget der Administration. Die offiziellen Zahlen in dem Papier weisen auf eine deutliche Kürzung der Hilfsmittel hin. Besonders hart trifft es demnach Latein- und Zentralamerika. Unter dem Punkt „westliche Hemisphäre“ wird eine Kürzung von knapp 40 Prozent für diesen Teil der Welt angekündigt. Es muss festgehalten werden, dass das vorliegende Haushaltspapier nur ein Vorschlag ist und vom Kongress genehmigt werden muss, aber der nun gewonnene Eindruck der „America first“- Rhetorik erhärtet sich und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf einiger der ärmsten Länder der Region. Gute Neuigkeiten sind das allerdings für die Sicherheitsbehörden der USA. Ihr Budget würde sich bei dem geplanten Budget vergrößern. Ein Ausbau des Grenzschutzes und den damit verbundenen Behörden ist darin ein Kernaspekt. Die Annahme, dass die neue Regierung ihre Gangart ändert, wird verstärkt auch in Kolumbien und Mexiko wahrgenommen. Diese beiden Länder bilden seit einiger Zeit den Mittelpunkt der Bemühungen im Kampf gegen Drogen.
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Peru: Eradikation der Kokafelder oder Alternative Entwicklung?

 (c) Riopatuca | Dreamstime.com | Bild (Ausschnitt): © (c) Riopatuca | Dreamstime.com - Peru verfolgt eine repressive Drogenpolitik, welche von Eradikation und Verboten geprägt ist. Die Eradikation, also die Vernichtung der Kokafelder ist eine Maßnahme, die auf den ersten Blick durchaus effektiv erscheint. Jedoch beseitigt diese das Problem nicht, sondern verlagert es nur. Dieses Phänomen wird „Baloon-Effect“ genannt. Drückt man bei einem Ballon an einem Ende, so wird die ganze Luft an das andere Ende gepresst.
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Strategiewechsel in Kolumbiens Anti-Drogen-Kampf: Kokainlabore geraten ins Visier

Zerstörung von Koka-Anpflanzungen außerhalb des traditionellen Gürtels Koka darf dem Gesetz zufolge in Yungas und im tropischen Tiefland von Cochabamba als Nahrungsmittel, Medizin, zu spirituellen Zwecken angebaut werden. | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Wikimedia Commons Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos setzt im Kampf gegen das Kokain auf eine neue Strategie: Anstatt die Eradikation von Koka-Feldern, also die Ausmerzung der Pflanzen, zu verstärken, sollen nun gezielt Drogenlabore zerstört werden. Denn die Zweifel am bisherigen Vorgehen wachsen: Der Koka-Anbau geht nicht zurück, im Gegenteil – er steigt an.
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Krebserregendes Glyphosat bedroht kolumbianische Kleinbauern schon seit 20 Jahren

Über die Zulassung des Pestizids Glyphosat wird momentan in Europa kontrovers diskutiert – die WHO stufte das Pestizid im März als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Die Entscheidung der EU-Kommission, das Schädlingsbekämpfungsmittel für weitere zehn Jahre zuzulassen, sorgt bei vielen Interessensgruppen für Unverständnis: Glyphosat birgt erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt. Neben dem Krebsrisiko sind negative Konsequenzen ... weiterlesen >>

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Warum der Kokaanbau in Kolumbien weiter steigt

  Bild (Ausschnitt): © Djembe - Dreamstime

In Kolumbien sind etwa 60.000 Familien vom Anbau der Kokapflanze abhängig – eine Zahl, die so schnell nicht sinken wird.  Laut US-amerikanischen Drogenbeauftragten wird der Kokaanbau in Kolumbien in diesem Jahr erneut enorm steigen. Schon im Jahr 2013/14, der letzte Zeitraum, für den Zahlen verfügbar sind, erhöhte sich der Anbau um 44 Prozent gegenüber dem ... weiterlesen >>

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Ein argentinischer War on Drugs könnte schwerwiegende Folgen haben

  Bild (Ausschnitt): © Jmrobledo - Dreamstime

Im Zuge der Präsidentenwahl in Argentinien am 25. Oktober 2015 verkündeten alle drei Kandidaten, dass sie mit harter Hand gegen die Produktion, den Handel und den Konsum von Drogen vorgehen werden. Während Daniel Scioli und Mauricio Macri Maßnahmen wie die Aufstockung der Polizei und Eradikation ankündigen, spricht sich Sergio Massa explizit für militärische Maßnahmen aus. ... weiterlesen >>

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