Schlagwort-Archive: Eradikation

Kampf gegen Drogen: Peru darf nicht denselben Fehler machen wie Kolumbien

Koka-Pflanze in Peru Eine Koka-Pflanze wächst auf einem Feld in Peru | Bild (Ausschnitt): ©  Megan [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Peru verfolgt seit einiger Zeit eine neue Strategie im Kampf gegen Drogen. Die Regierung in Lima versucht mit radikaler Eradikation dem Koka-Anbau beizukommen. Die Präsidentin Carmen Masías möchte erreichen, dass bis 2021 ungefähr 50 Prozent der Anbaufläche von Koka zerstört wird. Diese Maßnahme soll davon begleitet werden, dass über die nächsten Jahre mehr Konfiszierungen stattfinden sollen. Darüber hinaus sollen den Bauern ernsthafte Alternativen aufgezeigt werden. Das erklärte Ziel sind 400 Tonnen weniger Kokain pro Jahr. Limas Programm ist dem kolumbianischen sehr ähnlich. Auch hier sollen mehr Felder zerstört werden. In Kolumbien haben immer mehr Eradikationen dazu geführt, dass die Anbaufläche von Koka auf 78.000 Hektar im Jahr 2012 reduziert wurde. Gleichzeitig zeigt das kolumbianische Beispiel aber auch auf, auf welche Stolpersteine Peru achten sollte.
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Das Budget der Trump-Administration erschwert den Kampf gegen Drogen

Symbolbild Geld Dollarscheine | Bild (Ausschnitt): © Nick Ares [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Im Kampf gegen Drogen und organisierte Kriminalität wird die aktuelle US-Regierung sehr wahrscheinlich neue Wege gehen. Eine Idee davon, wie dieser Weg aussehen könnte, bekommt man beim Blick auf das geplante Budget der Administration. Die offiziellen Zahlen in dem Papier weisen auf eine deutliche Kürzung der Hilfsmittel hin. Besonders hart trifft es demnach Latein- und Zentralamerika. Unter dem Punkt „westliche Hemisphäre“ wird eine Kürzung von knapp 40 Prozent für diesen Teil der Welt angekündigt. Es muss festgehalten werden, dass das vorliegende Haushaltspapier nur ein Vorschlag ist und vom Kongress genehmigt werden muss, aber der nun gewonnene Eindruck der „America first“- Rhetorik erhärtet sich und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf einiger der ärmsten Länder der Region. Gute Neuigkeiten sind das allerdings für die Sicherheitsbehörden der USA. Ihr Budget würde sich bei dem geplanten Budget vergrößern. Ein Ausbau des Grenzschutzes und den damit verbundenen Behörden ist darin ein Kernaspekt. Die Annahme, dass die neue Regierung ihre Gangart ändert, wird verstärkt auch in Kolumbien und Mexiko wahrgenommen. Diese beiden Länder bilden seit einiger Zeit den Mittelpunkt der Bemühungen im Kampf gegen Drogen.
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Peru: Eradikation der Kokafelder oder Alternative Entwicklung?

 (c) Riopatuca | Dreamstime.com | Bild (Ausschnitt): © (c) Riopatuca | Dreamstime.com - Peru verfolgt eine repressive Drogenpolitik, welche von Eradikation und Verboten geprägt ist. Die Eradikation, also die Vernichtung der Kokafelder ist eine Maßnahme, die auf den ersten Blick durchaus effektiv erscheint. Jedoch beseitigt diese das Problem nicht, sondern verlagert es nur. Dieses Phänomen wird „Baloon-Effect“ genannt. Drückt man bei einem Ballon an einem Ende, so wird die ganze Luft an das andere Ende gepresst.
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Strategiewechsel in Kolumbiens Anti-Drogen-Kampf: Kokainlabore geraten ins Visier

  Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Wikimedia Commons Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos setzt im Kampf gegen das Kokain auf eine neue Strategie: Anstatt die Eradikation von Koka-Feldern, also die Ausmerzung der Pflanzen, zu verstärken, sollen nun gezielt Drogenlabore zerstört werden. Denn die Zweifel am bisherigen Vorgehen wachsen: Der Koka-Anbau geht nicht zurück, im Gegenteil – er steigt an.
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Krebserregendes Glyphosat bedroht kolumbianische Kleinbauern schon seit 20 Jahren

Über die Zulassung des Pestizids Glyphosat wird momentan in Europa kontrovers diskutiert – die WHO stufte das Pestizid im März als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Die Entscheidung der EU-Kommission, das Schädlingsbekämpfungsmittel für weitere zehn Jahre zuzulassen, sorgt bei vielen Interessensgruppen für Unverständnis: Glyphosat birgt erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt. Neben dem Krebsrisiko sind negative Konsequenzen ... weiterlesen >>

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Warum der Kokaanbau in Kolumbien weiter steigt

  Bild (Ausschnitt): © Djembe - Dreamstime

In Kolumbien sind etwa 60.000 Familien vom Anbau der Kokapflanze abhängig – eine Zahl, die so schnell nicht sinken wird.  Laut US-amerikanischen Drogenbeauftragten wird der Kokaanbau in Kolumbien in diesem Jahr erneut enorm steigen. Schon im Jahr 2013/14, der letzte Zeitraum, für den Zahlen verfügbar sind, erhöhte sich der Anbau um 44 Prozent gegenüber dem ... weiterlesen >>

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Ein argentinischer War on Drugs könnte schwerwiegende Folgen haben

  Bild (Ausschnitt): © Jmrobledo - Dreamstime

Im Zuge der Präsidentenwahl in Argentinien am 25. Oktober 2015 verkündeten alle drei Kandidaten, dass sie mit harter Hand gegen die Produktion, den Handel und den Konsum von Drogen vorgehen werden. Während Daniel Scioli und Mauricio Macri Maßnahmen wie die Aufstockung der Polizei und Eradikation ankündigen, spricht sich Sergio Massa explizit für militärische Maßnahmen aus. ... weiterlesen >>

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Wodurch finanzieren sich die Taliban?

  Bild (Ausschnitt): © Venelinpetkov - Dreamstime

Am 28.9.15 wurde die nordafghanische Stadt Kundus von den Taliban eingenommen. Dies ist die erste erfolgreiche Standpunkteroberung seit ihrer Entmachtung 2001. Die afghanische Armee startete mit Unterstützung der NATO eine Gegenoffensive, die bis zum 1.10.15 nur teilweise erfolgreich verlief. Auch wenn die Stadt von der afghanischen Armee wieder zurückerobert wird, zeigt die Einnahme doch den ... weiterlesen >>

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Kolumbien: Neue Strategie im Kampf gegen Drogen

  Bild (Ausschnitt): © Yellowj - Dreamstime.com

Als Konsequenz auf ausbleibende Erfolge der bisherigen Anti-Drogenpolitik wagt Santos mit seiner Rede auf der Internationalen Drogen-Bekämpfungs-Konferenz einen ersten Schritt in Richtung Drogen-Entkriminalisierungsstrategie. Kolumbien, einer der weltweit größten Kokain-Produzenten, zieht somit neue Ansätze im Kampf gegen Drogen in Betracht. Ziel ist es, nicht nur die Instabilität des Staates auf Grund der Größe des illegalen Drogenmarktes ... weiterlesen >>

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Planlos in Lateinamerika – Neue Strategie gegen Drogenhandel gesucht

  Bild (Ausschnitt): © USCG - Wiki Media

Kolumbien hat sich jüngst von einem Meilenstein im War on Drugs verabschiedet. Das von den USA stets unterstützte Besprühen der Kokapflanzen mit Gift soll in Zukunft ausbleiben. Bolivien hat schon vor Jahren die Drogenbehörde der Vereinigten Staaten des Landes verwiesen und erlaubt seinen Bauern nun, kleine Mengen an Kokablättern zu ernten. Chile, eines der konservativsten ... weiterlesen >>

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