Schlagwort-Archive: Gefängnis

Drogenkontrolle und Menschenrechte: Wir brauchen Lösungen, welche die Ärmsten der Gesellschaft nicht zurücklassen

Dark days and darker nights. Anti-Drogen-Kampagnen wirken vielschichtig und beinträchtigen die Rechte vieler Menschen und ganzer Gemeinden.  | Bild (Ausschnitt): ©  Neil Moralee [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Der Handel mit illegalen Drogen bringt den Verkäufern jährlich mehrere hundert Milliarden US-Dollar ein – laut den Angaben der Drug Enforcement Administration (DEA) erzielt nur das weltweite Erdölgeschäft einen ähnlich hohen Umsatz. Nachdem die meisten Rauschgiftpflanzen in den Regionen Lateinamerikas und Asiens angebaut werden, gehen die Regierungen dort besonders harsch gegen Drogenkriminalität vor. In Mexiko wird seit Jahren ein Krieg gegen die im Drogenhandel tätigen kriminellen Gruppen geführt, auf den Philippinen geht Präsident Duterte brutal gegen Drogenbesitz und -handel vor und auch in Kolumbien sieht es nicht besser aus.
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Warum die Verhaftung von Rio de Janeiros Drogenkönig die dortige Drogenkriminalität nicht mildern kann

Rocinha Der Stadtteil Rocinha bei Nacht: Wird dort die Drogenkriminalität nach der verhaftung des Drogenkönigs zurückgehen? Nein, sagen Experten. | Bild (Ausschnitt): © Igor Fernando [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Am 06. Dezember 2017 wurde einer der meistgesuchten Drogenkönige von Rio de Janeiro, Rogério Avelino da Silva, alias "Rogério 157", bei einer Sicherheitsoperation in Brasiliens Hauptstadt festgenommen. Der massive Einsatz wurde laut der Pressemitteilung des Staatssicherheitssekretariats von Rio de Janeiro mit rund 3.000 Soldaten und Polizisten durchgeführt. Die Festnahme wirft jedoch die Frage auf, wie diese sich auf die kriminelle Dynamik in der zweitgrößten Stadt des Landes auswirken könnte.
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In Mexikos Gefängnissen herrschen die Kartelle

Gefängnis Yucatan Mexiko In mexikanischen Gefängnissen sind zumeist nicht die Behörden an der Macht, sondern die Drogenkartelle. | Bild (Ausschnitt): ©  Kirt Edblom [CC BY-SA 2.0]  - Flickr In Mexiko hat eine kriminelle Gruppe einen Gefängnisdirektor und seinen Sohn entführt und die beiden als Druckmittel für die Freilassung zweier inhaftierter Mitglieder benutzt. Der Vorfall ereignete sich in Tepeca im südöstlich gelegenen Bundesstaat Puebla. Laut der Vizedirektorin des Gefängnisses habe die Gruppe gedroht, die beiden Geiseln zu foltern und umzubringen. Daraufhin seien die beiden Insassen mit Zivilkleidung ausgestattet und umgehend aus dem Gefängnis eskortiert worden. Der Direktor und sein Sohn wurden am Ende unbeschadet freigelassen. Dieses Ereignis verdeutlicht einmal mehr, welche Macht die organisierte Kriminalität über die Gefängnisse Mexikos hat. Denn vielerorts sind es die Drogenkartelle, die die Haftanstalten kontrollieren und nicht die Behörden.
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Peru: Verleumdungsklagen erschüttern die Berichterstattung über Drogenhandel und Korruption

Kritischer Journalismus in Lateinamerika "Wir haben in Peru keine Zweifel mehr daran, dass Verleumdungsklagen als Instrumente verwendet werden, um Angst zu erzeugen und Untersuchungen sowie kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen." | Bild (Ausschnitt): © 8 Kome [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Mehrere peruanische Nachrichtenagenturen stehen vor einer Reihe von Gerichtsverfahren, die zeigen, welche abschreckende Wirkung Perus strenge Strafen gegen Diffamierung auf die Medienberichterstattung über organisierte Kriminalität und Korruption haben.
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Präsident Duterte unter Druck: 17-Jähriger wird von Polizisten brutal ermordet

 Rodrigo Duterte Staatspräsident der Philippinen bei einem öffentlichen Auftritt. | Bild (Ausschnitt): © Prachatai [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Vor 13 Monaten wurde Rodrigo Duterte als Präsident der Philippinen vereidigt. Seitdem tobt dort ein blutiger „Krieg gegen die Drogen“. Drogenkriminelle sind öffentlich zum Abschuss freigegeben. Das hat zur Folge, dass bisher mehr als 7000 Menschen bei Polizeirazzien und durch Auftragskiller ermordet wurden.
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Abkommen zwischen Bolivien und Brasilien soll Gangs an der Expansion hindern

Michel Temer und Evo Morales Die Präsidenten von Brasilien und Bolivien, Michel Temer und Evo Morales. Ein Bilaterales Abkommen zwischen den beiden Ländern soll kriminelle Gruppen an der Expansion hindern. | Bild (Ausschnitt): ©  Michel Temer [CC BY 2.0]  - Flickr Bolivien und Brasilien haben sich auf ein bilaterales Abkommen geeinigt, das Ende des Monats in Kraft treten soll. Die Expansion und das Wachstum brasilianischer krimineller Banden in Bolivien soll gestoppt werden. Bolivien hat auf dieses Abkommen bereits seit drei Jahren gedrängt. Brasilien wollte jedoch zunächst die Gewissheit das Gruppen aus ihrem Land tatsächlich dort präsent sind.
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Iran vor Lockerung der Drogengesetze – Todesstrafe nicht mehr zwingend

Heroin aus Afghanistan Heroin aus Afghanistan wird durch den Iran in Richtung Europa geschmuggelt. | Bild (Ausschnitt): ©  DFID - UK Departmen International Development [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Der Iran führt zusammen mit Saudi-Arabien, Pakistan und dem Irak am häufigsten die Todesstrafe durch – China veröffentlicht keine Daten, jedoch geht Amnesty International von mehreren Tausend Fällen allein im vergangenen Jahr aus. 567 Menschen wurden 2016 in der islamischen Republik exekutiert. Diese Zahl könnte in den nächsten Jahren sinken. Der häufigste Grund für die Vollstreckung sind Drogendelikte. Anfang August will das Parlament über eine Milderung der aktuellen strengen Drogengesetze abstimmen. Die Gesetzesvorlage vom 16. Juli strebt eine Lockerung der Todesstrafe an. Jene soll nur noch dann verhängt werden, wenn man mit mehr als 100 Kilogramm traditionellen Drogen wie Opium oder ab zwei Kilogramm synthetische Drogen wie Methamphetamin erwischt wird, oder Minderjährige für Produktion und Handel von auch kleineren Mengen benutzt. Human Rights Watch fordert die Aussetzung der Exekutionen bis über den Entwurf abgestimmt wird. Es sei grausam, Menschen für etwas hinzurichten, für das sie in absehbarer Zeit höchstens 30 Jahre ins Gefängnis müssten, so die Menschenrechtsorganisation.
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Ist Kambodschas Kampf gegen die Drogen eher schädlich als hilfreich?

Injektionsspritzen zum Spritzen von Drogen Zur HIV-Prävention in Kambodscha stellen NGOs Drogenabhängigen saubere Spritzen zur Verfügung. | Bild (Ausschnitt): © Nathan Forget [CC BY 2.0]  - Flickr Seit dem ersten Januar hat die Polizei Kambodschas mehr als 10.000 Menschen wegen Drogendelikten verhaftet. Im gesamten letzten Jahr wurden 9 800 Menschen im Zusammenhang zu Drogen festgenommen. Schuld an der steigenden Zahl von Verhaftungen ist die neue Anti-Drogenkampagne. Jene reagiert auf die steigende Beliebtheit von Methamphetamin, also Yaba Tabletten und Crystal Meth. Sie gelten als die meist genutzten Drogen in der gesamten Region. Kambodscha grenzt an Laos und Thailand an, zwei der drei Länder des Goldenen Dreiecks. Auf ursprünglich sechs Monate angelegt, wurde die Kampagne vom Premierminister Hun Sen bis zum Jahresende verlängert. Zudem bekommt sie ein Budget von einer Million US-Dollar. Jenes soll für Bildung, Ausrüstung, Behandlung und als Bonus für die beteiligten Polizisten benutzt werden. Es werden nicht nur Menschen verhaftet, die Drogen konsumieren oder dabei haben. Alleine Hilfsmittel wie Spritzen dabeizuhaben, ist Grund genug verhaftet zu werden. Vorher war es möglich, auf der Straße ungestört zu konsumieren, während die Polizei vorbeilief.
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Mexiko: Welle an Gewaltverbrechen

In Mexiko wird die Drogengewalt immer schlimmer. Die Drogengewalt, in Mexiko, wird trotz "War on Drugs" immer schlimmer. | Bild (Ausschnitt): © Diego Fernández  [Public Domain]  - Wikimedia Commons Die Gewalt in Mexiko nimmt deutlich zu. Es kommt häufiger zu Konflikten zwischen den kleineren Gangs, es geht dabei um den illegalen Handel von Drogen, um Schutzgelderpressung und Menschenhandel. Die Welle der Gewalt in Mexiko hat die Mordrate drastisch ansteigen lassen.
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Nach einem Jahr Duterte – Drogenkrieg wird zum Kampf gegen Terror

Rodrigo Duterte Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte kämpft in seinem Land mit brutalen Mitteln gegen Drogen. | Bild (Ausschnitt): © Keith Kristoffer Bacongco [CC BY 2.0]  - Wikimedia Commons Die Philippinen ziehen Bilanz. Und die Welt tut es auch. Seit etwas mehr als einem Jahr ist Rodrigo Duterte Präsident und Oberbefehlshaber des südostasiatischen Inselstaates. Diese Bilanz liest sich erstaunlich und lässt einiges an Interpretationsspielraum. Meinungsumfragen bescheinigen ihm bis zu 80 Prozent Zuspruch aus der Bevölkerung. Gleichzeitig zeigt sich die Weltgemeinschaft besorgt bis erschüttert über etwa 10.000 Todesopfer, resultierend aus einem rücksichtslosen Krieg gegen Drogen. Dazu kommt seit Mai diesen Jahres islamistischer Terror welcher den Süden des Landes in Atem hält
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