Schlagwort-Archive: Gesundheit

Kolumbien: gefährliches Machtvakuum nach Frieden mit Guerillas

FARC Viele FARC-Kämpfer sind mit dem Friedensvertrag unzufrieden und kehren zurück. | Bild (Ausschnitt): © Institute for National Strategic Studies [Public Domain]  - Wikimedia Commons Nach dem historischen Friedensabkommen mit der FARC hat die kolumbianische Regierung nun auch mit der letzten bewaffneten Guerillaorganisation, der ELN, einen Waffenstillstand geschlossen. Vom 1. Oktober an werden die Rebellen für erst einmal hundert Tage ihre Waffen niederlegen. Der kolumbianische Präsident Santos gibt sich hoffnungsvoll und sieht „einen ersten Schritt in Richtung Frieden“. Danach könnten beide Parteien einen Friedensvertrag aushandeln. Doch der Weg zum tatsächlichen Frieden und zum Ende der gewaltsamen Konflikte in Kolumbien ist noch lang. Die Feuerpause zwischen Regierung und ELN Rebellen wird das Machtvakuum weiter vergrößern, das durch den Rückzug der FARC aus den von ihr besetzten Gebieten hervorgerufen wurde. Nun werden die sogenannten Bacrim (Bandas criminales), kriminelle Banden, umso mehr versuchen, es zu füllen.
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Uruguay: Fokus auf Prävention und Behandlung

Therapieeinrichtung - Texas Therapieeinrichtung. | Bild (Ausschnitt): © Billy Hathorn [CC BY-SA 3.0]  - Wikimedia Commons 2005 wurde in Uruguay ein Fond gegründet aus Mitteln, die von Drogenhändlern beschlagnahmt werden. Seit 2010 flossen 14 Millionen US-Dollar in den Fond. Damit soll die Kriminalität gestoppt werden. Dies beinhaltet die Finanzierung von Drogenprävention, Behandlungs- und Rehabilitationsprogrammen und Strafverfolgungsinstitutionen, so Uruguays Nationaler Drogenrat (Junta Nacional de Drogas - JDN). Die Gesellschaft soll von den beschlagnahmten Geldern profitieren, indem durch Institutionen verschiedene Dienstleistungen bereitgestellt werde
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UN Drogenbericht: Illegale Drogenwirtschaft floriert

Marihuana Pflanze in Yunnan, China In der chinesischen Provinz Yunnan bedroht der Drogenhandel die Bevölkerung. | Bild (Ausschnitt): ©  Alexandra Moss [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Yunnan ist eine Provinz im Südwesten der Volksrepublik China. Was sie hervorhebt, ist ihre Lage an der Grenze zum Goldenen Dreieck. Das bedeutet, die Region ist geprägt vom Drogenhandel. Drogen sind einfach und billig zu haben, denn es ist leicht sie ins Land zu schmuggeln. Die Folgen bekommen die Menschen in den Dörfern entlang der Grenze zu Myanmar zu spüren. Rund 25 Prozent aller 2016 neu gemeldeten HIV-und AIDS-Fälle in China kommen aus der Region. Dabei lebt nur etwa vier Prozent der chinesischen Bevölkerung in Yunnan! Es wird geschätzt, dass die Anzahl der HIV-Infizierten in der Provinz bei 80.000 liegt. Durch den Konsum von Heroin mit nicht sterilen Spritzen ziehen sich viele die Immunkrankheit zu und geben sie nicht wissend, dass sie krank sind, an ihre Sexualpartner weiter. Laut dem kürzlich erschienenen Weltdrogenbericht 2016 durch die UNODC spritzen sich weltweit zwölf Millionen Menschen Drogen, davon haben 1,6 Millionen HIV. Jene machen fünf bis zehn Prozent aller HIV-Positiven aus. China stellt zusammen mit Russland und den USA fast 50 Prozent der Menschen, die sich Drogen spritzen.
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Opioid-Epidemie in den USA: Es droht eine verlorene Generation

Fentanyl kann durch bloßen Kontakt mit der Haut süchtig machen, ist billig in der Produktion und erziehlt hohe Einnahmen. Fentanyl kann durch bloßen Kontakt mit der Haut süchtig machen, ist billig in der Produktion und erziehlt hohe Einnahmen. | Bild (Ausschnitt): ©  DEA Microgram Bulletin [Public Domain]  - Wikimedia Commons In den USA wird im Zusammenhang mit Opioiden schon lange von einer Epidemie gesprochen. Das Problem ist dabei kein neues, sondern schon lange bekannt. Ungefähr seit den 80er Jahren sind schnell abhängig machende Opiate auf dem Vormarsch. Der Unterschied zum jetzigen Zeitpunkt ist, dass dieses Mal alle gesellschaftlichen Schichten betroffen sind und nicht nur Menschen, die allgemeinhin als sozial abgehängt gelten. Im Jahr 2016 sollen nach der New York Times bis zu 59.000 Menschen an einer Überdosis gestorben sein. Im Vorjahr soll dieselbe Ursache etwa 52.000 Menschen das Leben gekostet haben. Sollten diese Zahlen stimmen, wäre das der bisher stärkste Anstieg in dieser tragischen Statistik. Die Opioid-Krise in den USA zählt damit zu der häufigsten Todesursache für Menschen unter 50 Jahren und stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko für die amerikanische Gesellschaft dar.
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Uruguay: Staat kündigt Cannabis-Verkauf an

  Bild (Ausschnitt): © Yellowj - Dreamstime.com Cannabis kann in Uruguay mittlerweile bereits auf zwei Wegen legal erworben werden. Zum einen ist es jeder Person erlaubt bis zu sechs Cannabis-Pflanzen im eigenen Haushalt zu züchten. Die zweite Möglichkeit ist die Mitgliedschaft in einem der sogenannten Cannabis-Clubs, in dem für jedes Mitglied bis zu 480 Gramm jährlich produziert werden dürfen. Nun wird auch der letzte Schritt im Prozess der Legalisierung vollzogen und die dritte Möglichkeit des legalen Drogenerwerbs initiiert: Cannabis kann, nach einer persönlichen Registrierung, in ausgewählten Apotheken im Land gekauft werden.
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Afghanistan: Vom Drogenabhängigen zum Drogenhelfer

 Heroinabhängige Frau in einem Behandlungszentrum, Kabul | Bild (Ausschnitt): © US Embassy Kabul Afghanistan [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Rund 3 Millionen Menschen in Afghanistan sind drogenabhängig mit steigender Tendenz. In dem Land, das eine der höchsten Drogenraten der Welt aufweist und das Problem eigens produziert – Afghanistan ist weltweit führend im Mohnanbau - stellt dies eine fast unmögliche Herausforderung dar, zumal die Taliban im Drogenmarkt groß mitwirken. Für die NGO Bridge Hope Health Organization arbeiten deshalb nun auch ehemalige Abhängige, die es aus der Sucht geschafft haben, ehrenamtlich, um auch anderen Abhängigen wieder zu einem normalen Leben zu verhelfen.
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Neues UN-Programm startet in Brasilien: Sport als Präventivmaßnahme gegen Drogenmissbrauch

  Bild (Ausschnitt): ©  Jarret Callahan [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Erst gestern ist ein neues Projekt des UNODC unter dem Motto „Line Up Live Up“ in Brasilien angelaufen. Dabei soll Sport präventiv gegen Jugendkriminalität und Drogenmissbrauch eingesetzt werden. Ziel ist es, andere Staaten etwa bei der Bekämpfung von Korruption, der Wiedereingliederung von Gefangenen in die Gesellschaft und der Verhinderung von Gewalt und Drogenmissbrauch durch Jugendliche zu unterstützen sowie ein nachhaltiges Rechtssystem aufzubauen.
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Chile: Drogenkonsum unter Jugendlichen steigt, Regierung setzt auf effektive Behandlung statt Bestrafung

Opium und Heroin Opium und Heroin | Bild (Ausschnitt): ©  Jordi Bernabeu Farrús [CC BY 2.0]  - Flickr Der Drogenmissbrauch unter Jugendlichen und Kindern stellt in Chile eine immer größere Herausforderung dar und kann einen negativen Effekt auf das gesamte Land haben. Eigentlich ist Chile in Lateinamerika ein Vorbild für Entwicklung, es hat eine starke Wirtschaft und betreibt eine fortschrittliche Sozialpolitik. Trotzdem und vielleicht dadurch bedingt, hat das Land mit den Konsequenzen der gesteigerten Kaufkraft, wie dem Konsum illegaler Substanzen, zu kämpfen. Die Zahlen der konsumierenden Jugendlichen, vor allem derer auf weiterführenden Schulen, zeigen eine deutliche Zunahme des Missbrauchs von Inhalationsmittel und Kokain.
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WHO und UNODC: Gemeinsames Engagement gegen Opioid-Überdosierungen

  Bild (Ausschnitt): ©  Karen Neoh [CC BY 2.0]  - Flickr Da Opioide eine erhebliche Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen, widmet sich auch die Weltgesundheitsorganisation zunehmend diesem Thema und versucht gemeinsam mit der UNODC die Drogennachfrage zu verringern. So soll die Gesundheit der Menschen weltweit geschützt werden. Derzeitiger Schwerpunkt der Zusammenarbeit sind die Verminderungen der Todesfälle durch Opioidüberdosierungen
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Kolumbien: Drogenhandel kann nach gescheitertem Friedensabkommen weiter florieren

Farc im Dschungel von Kolumbien  Bild (Ausschnitt): ©  phoenixdiaz [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Trotz des Scheiterns eines Friedensabkommens zwischen der kolumbischen Rebellengruppe FARC und der Regierung am 02.10.2016 wurde der kolumbianische Präsident mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Das geplante Abkommen wurde von der Bevölkerung abgelehnt, dennoch zeigte es eine erste Initiative, um den bereits 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg zu beenden.
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