Schlagwort-Archive: Gewalt

Die mysteriöse Festnahme eines guatemaltekischen Drogenhändlers

Kokainkonsum  Bild (Ausschnitt): © Matthijs [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Guatemala ist bekanntermaßen ein wichtiger Transitstaat für Kokainlieferungen aus den Anbauländern im Süden in Richtung Norden, mit den USA als Zielland. Jedes Jahr passieren 400 Tonnen Kokain – 75 Prozent der Menge, die jährlich in den USA ankommen – das Land. Seine Lage macht Guatemala unter anderem für die mexikanischen Drogenkartelle so interessant. Im Süden befinden sich mit Honduras und El Salvador zwei weitere wichtige Transitstaaten, im Norden ist die Grenze zu Mexiko vielerorts durchlässig und schlecht bewacht. Das guatemaltekische Departamento Chiquimula, das an Honduras grenzt, ist einer der Hotspots für den Kokainschmuggel über Land. Dort war früher auch José Manuel López Morales, alias „Ché Manuel“, lange Zeit einer der größten Drogenhändler des Departamentos, aktiv. Aktuell befindet er sich, nachdem er von seinem Heimatland ausgeliefert wurde, in den USA in Haft. Nachdem er drei Jahre lang auf der Flucht war, konnte er vor einigen Monaten gefasst werden. Relativ mysteriös sind allerdings der Ort und die Umstände seiner Verhaftung, über die nichts bekannt ist.
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Warum die Verhaftung von Rio de Janeiros Drogenkönig die dortige Drogenkriminalität nicht mildern kann

Rocinha Der Stadtteil Rocinha bei Nacht: Wird dort die Drogenkriminalität nach der verhaftung des Drogenkönigs zurückgehen? Nein, sagen Experten. | Bild (Ausschnitt): © Igor Fernando [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Am 06. Dezember 2017 wurde einer der meistgesuchten Drogenkönige von Rio de Janeiro, Rogério Avelino da Silva, alias "Rogério 157", bei einer Sicherheitsoperation in Brasiliens Hauptstadt festgenommen. Der massive Einsatz wurde laut der Pressemitteilung des Staatssicherheitssekretariats von Rio de Janeiro mit rund 3.000 Soldaten und Polizisten durchgeführt. Die Festnahme wirft jedoch die Frage auf, wie diese sich auf die kriminelle Dynamik in der zweitgrößten Stadt des Landes auswirken könnte.
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In Mexiko müssen wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagte Soldaten nicht mit einer Verurteilung rechnen

Soldaten Mexiko Bei 505 Prozessen gegen wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagter Soldaten gab es in Mexiko zwischen 2012 und 2016 nur 16 Verurteilungen. | Bild (Ausschnitt): ©  Kinolamp [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Trotz Reformen im Justizsektor gelingt es dem mexikanischen Staat auch weiterhin nicht, adäquat gegen Soldaten und andere Militärangehörige vorzugehen, denen Menschenrechtsverletzungen und andere Verbrechen vorgeworfen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine bereits Anfang November veröffentlichte Studie des Washington Office on Latin America (WOLA). Einmal mehr wird dadurch auf die negativen Folgen verwiesen, die die Militarisierung des Kampfes gegen Drogen und die organisierte Kriminalität mit sich bringt.
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Massaker in Magüí Payán: Eine versteckte Zeitbombe in Post-Konflikt-Ära Kolumbiens

Vorbote eines Krieges Das Massaker offenbart die tickende Zeitbombe des sich langsam wiederaufflammenden Krieges. | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Im südöstlichen kolumbianischen Department Nariño, in der Stadt Magüí Payán, hatte es am 27. November 2017 eine bewaffnete Auseinandersetzung gegeben. Dabei kam es zu einer gewaltsamen Konfrontation zwischen der Comuneros del Sur Fraktion der Nationalen Befreiungsarmee (EJército de Liberación Nacional - ELN) und den Dissidenten der 29. Front der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia - FARC). Laut der kolumbianischen Zeitung „Semana“ verstarben an diesem Tag insgesamt 13 Menschen. Dieses Massaker offenbart die noch tiefe Wunde, der wiederaufreißen könnte. Damit ist wieder eine tickende Zeitbombe enthüllt worden, die diesen Teil des Landes bedroht.
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Wie in Tancítaro eine Bürgerwehr aus Avocadobauern ein Drogenkartell vertrieb

Avocados Mexiko ist der größte Avocadoproduzent der Welt und nimmt mit dem grünen Gold jährlich weit über eine Milliarde Dollar ein. Das rief auch die Drogenkartelle auf den Plan. | Bild (Ausschnitt): ©  Adam Cohn [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Avocados sind mittlerweile aus unseren Supermärkten nicht mehr wegzudenken. Die Nachfrage nach der grünen Frucht steigt seit Jahren weltweit, vor allem in den USA, Europa und Asien, was zu steigenden Preisen führt. Mexiko ist der größte Avocadoproduzent der Welt. 2016 betrug die Jahresproduktion 1,6 Millionen Tonnen, die Anbauflächen wurden seit einigen Jahren stark erweitert. Seit 2005 sind die mexikanischen Avocadoexporte um 400 Prozent gestiegen, allein die USA nehmen 80 Prozent der Früchte ihres Nachbarstaats ab. 1,5 Milliarden Dollar konnte Mexiko letztes Jahr mit Avocados einnehmen. Das klingt nach einem enormen Segen für das Land. Doch die dadurch ausgelösten blutigen Konflikte sowie die Umweltbelastung stellen Mexiko vor enorme Probleme.
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Kolumbien ein Jahr nach dem Friedensvertrag: viele Probleme noch ungelöst – die Kokainproduktion steigt deutlich an

FARC Friedensvertrag Der kolumbianische Präsident Santos und der Ex-Chefkommandant der FARC Londoño bei der Unterzeichnung des historischen Friedensvertrags. | Bild (Ausschnitt): ©  Presidencia El Salvador [CC0 1.0]  - Flickr Ein Jahr ist es mittlerweile her, dass der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos und Rodrigo Londoño Echeverry, ehemaliger Chefkommandant der FARC-Guerilla, ihre Unterschrift unter die finale Version des Friedensabkommens setzten und somit einen 50 Jahre währenden blutigen Konflikt beendeten, der 250.000 Menschen das Leben kostete und mehr als sieben Millionen Binnenflüchtlinge hervorbrachte. Vor einigen Monaten haben auch die letzten Guerilleros ihre Waffen abgegeben. Zeit also, Bilanz zu ziehen. Wurden die im Vertrag beschlossenen Bestimmungen umgesetzt? Welche Auswirkungen haben sie auf das Land, die Ex-Rebellen und die Bevölkerung?
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Brasilianische Gangs expandieren nach Peru

Kokafeld Peru Ein peruanisches Kokafeld. | Bild (Ausschnitt): ©  Master Bob [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr In Brasilien konnte einer der meistgesuchten peruanischen Drogenhändler gefasst werden, der zuvor ein Jahrzehnt lang auf der Flucht war. Seine Festnahme veranschaulicht die Entwicklung der peruanischen Kokaanbaustätten und deutet auf künftige Veränderungen des transnationalen Kokainhandels in Südamerika hin.
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Aufgrund von Korruption und Misswirtschaft droht Venezuela die Staatsinsolvenz

Inflation in Venezuela Venezuela, einst eines der reichsten Länder der Erde, liegt am Boden.  | Bild (Ausschnitt): © Ciro Urdaneta [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Ein Mädchen steht vor einem Supermarkt in Caracas, Venezuela, und hält zwei Taschen mit Lebensmitteln fest in ihren Händen. Mehr als zwei Stunden stand sie in der Schlange vor dem Laden für ein paar Tüten Maismehl an. Als das Mädchen geht, warten noch mindestens hundert andere Menschen in einer Schlange vor dem Geschäft, um ebenfalls Tüten mit Maismehl zu kaufen. Für mehr reicht das Geld nicht. Für ein Päckchen Mehl und ein Paket Zucker wird ein Wochenlohn verlangt. Fast täglich steigen die Preise. Eine Flasche Ahornsirup kostet in etwa ein Monatsgehalt.
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In Mexikos Gefängnissen herrschen die Kartelle

Gefängnis Yucatan Mexiko In mexikanischen Gefängnissen sind zumeist nicht die Behörden an der Macht, sondern die Drogenkartelle. | Bild (Ausschnitt): ©  Kirt Edblom [CC BY-SA 2.0]  - Flickr In Mexiko hat eine kriminelle Gruppe einen Gefängnisdirektor und seinen Sohn entführt und die beiden als Druckmittel für die Freilassung zweier inhaftierter Mitglieder benutzt. Der Vorfall ereignete sich in Tepeca im südöstlich gelegenen Bundesstaat Puebla. Laut der Vizedirektorin des Gefängnisses habe die Gruppe gedroht, die beiden Geiseln zu foltern und umzubringen. Daraufhin seien die beiden Insassen mit Zivilkleidung ausgestattet und umgehend aus dem Gefängnis eskortiert worden. Der Direktor und sein Sohn wurden am Ende unbeschadet freigelassen. Dieses Ereignis verdeutlicht einmal mehr, welche Macht die organisierte Kriminalität über die Gefängnisse Mexikos hat. Denn vielerorts sind es die Drogenkartelle, die die Haftanstalten kontrollieren und nicht die Behörden.
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Droht das Ende der Polizeireformen in Honduras?

Polizei in Honduras Die honduranische Polizei ist eine der korruptesten in der Region.  | Bild (Ausschnitt): ©  Francesco Michele [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Die anstehenden Wahlen in Honduras stellen die Zukunft der Polizeireformkommission in Frage. Diese wurde Anfang 2016 gegründet, um gegen die tief verwurzelte Korruption innerhalb des Polizeiapparats vorzugehen. Der amtierende Präsident Juan Orlando Hermández, welcher am 26. November zur Wiederwahl kandidiert, unterstützt die Arbeit dieser Kommission, welche unter anderem zu den jüngsten Verbesserungen der Sicherheitslage in Honduras beigetragen hat.
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