Schlagwort-Archive: Indien

Demokratie in Gefahr? – Präsident Duterte nutzt den Drogenkrieg auf den Philippinen, um seine Macht weiter auszubauen

Unter Dutertes Regierung werden Menschen, die unter Verdacht stehen Drogen zu konsumieren, wie Verbrecher behandelt. Gleichzeitig untergräbt der Präsident gezielt demokratische Strukturen und weitet seine eigene Macht im Land aus. Unter Dutertes Regierung werden Menschen, die unter Verdacht stehen Drogen zu konsumieren, wie Verbrecher behandelt. Gleichzeitig untergräbt der Präsident gezielt demokratische Strukturen und weitet seine eigene Macht im Land aus.  | Bild (Ausschnitt): © Prachatai [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Laut dem kürzlich veröffentlichten Amnesty-Bericht „They just kill“ verschärft sich der Drogen-Krieg auf den Philippinen immer weiter. Seit dem Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte im Mai 2016 sollen laut Menschenrechtsorganisationen mindestens 20 000 Menschen bei Antidrogeneinsätzen der philippinischen Polizei getötet worden sein. Unter Duterte geht die Regierung der Philippinen brutal gegen jeden vor, der unter Verdacht steht mit Drogen zu handeln oder sie zu konsumieren. Während die Regierung behauptet, dass die Getöteten in Notwehr von der philippinischen Polizei erschossen wurden, spricht Amnesty von willkürlichen Exekutionen, bei denen unbewaffnete Beschuldigte gezielt ermordet werden.
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Crystal Meth: Produktion für gravierende Umweltschäden in Südostasien verantwortlich

 Verpacktes Methamphetamin.  | Bild (Ausschnitt): © Mohamed ElGohary [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Anfang des Jahres ist der laotischen Drogenfahndung ein großer Schlag gegen den illegalen Handel mit Methamphetamin gelungen. Dabei konnten 5,7 Millionen Amphetamintabletten mit einem Gesamtgewicht von 694 Kilogramm sowie 72  Kilogramm Heroin sichergestellt werden. Die Polizei bestätigte, dass das der größte Drogenfund in den letzten Jahren war.
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Bangladesch: Radikaler Anti-Drogenkurs hintergeht das Recht der Bürger auf eine faire Gerichtsbarkeit

 Sicherheitskräfte in Bangladesh gehen radikal gehen Drogenschmuggler vor | Bild (Ausschnitt): ©  COMSEVENTHFLT [CC BY-SA 2.0]  - flickr Das zwischen Indien und Myanmar gelegene Land Bangladesch steht seit einiger Zeit vor großen Herausforderungen. Diese sind nicht nur schwer zu lösen, sondern stellen auch eine Gefahr für die Zukunft dar. Da ist zum einen die Flüchtlingssituation der aus dem Nachbarland vertriebenen Rohingya, welche in Slums in den Grenzregionen untergekommen sind und weder Hoffnung auf Rückkehr besitzen, noch auf eine Zukunft in Bangladesch selbst. Zum anderen hat das Land wie so viele andere in der Region auch ein wachsendes Problem durch den rapiden Anstieg von Drogenmissbrauch und schmuggel. Deshalb kündigte die Premierministerin Hasini im Mai einen radikalen Strategiewechsel in der Drogenpolitik an, um endlich etwas dagegen zu unternehmen – das neue Motto: Abschreckung. Nach vier Monaten kann man nun auch eine erste Bilanz daraus ziehen – und diese fällt nicht positiv aus. In den letzten Monaten, in denen die Sicherheitskräfte den “Totalen Krieg gegen Drogen“ ausgerufen haben, fanden zunehmend außergerichtliche Erschießungen von Schmugglern statt. Kritische Äußerungen internationaler Menschenrechtsorganisationen schlägt man in den Wind und weist darauf hin, dass die meisten Toten nur auf interne Streitigkeiten der Drogennetzwerke zurückzuführen seien und es keine Alternativen zum neuen Kurs gebe.
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Die Transitlage im asiatischen Drogenhandel wird dem indischen Punjab zum Verhängnis

Ein Mann konsumiert Drogen Der Drogenkonsum im Punjab steigt immer weiter an  | Bild (Ausschnitt): © Photo RNW.org [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Will man spontan die Grenze von Pakistan nach Indien überqueren, sieht man sich vor ein Problem gestellt. Grund ist ein gigantischer Zaun, welchen es unmöglich scheint zu passieren – ist er doch 553 Kilometer lang und seit kurzem unter Strom gestellt. Regelmäßig patroulieren Wachmannschaften entlang des Bollwerks. Wenn der amerikanische Präsident ein Vorbild für seine Grenzplanungen suchen sollte – hier könnte er es finden. Der Grund für die angespannte Grenzsituation hat zwei Hauptaspekte. Zum einen liegt die strenge Trennung in der ideologisch-historischen Feindschaft beider Länder begründet – und man will keine politisch motivierten Aggressoren ins Land lassen. Zum anderen sieht sich Indien einer noch größeren Gefahr gegenüber, welche eine ganze Region zu zersetzen droht. Gemeint ist die wachsende Drogenproblematik im Land. Insbesondere in der Grenzregion Punjab, wird die Transit- und Konsumrolle Indiens im asiatischen Drogenhandel deutlich sichtbar. Die Zahl der Drogenabhängigen liegt hier bei 230,000 – umgerechnet vier Mal mehr als der Weltdurchschnitt. Der Kampf gegen das rapide steigende Konsumverhalten wurde in der Vergangenheit nur unzureichend geführt. Deshalb ist Punjab heute ganz im Griff der Sucht – die täglichen Drogentoten unterstreichen das.
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Mittellose Rohingya-Flüchlinge müssen in Bangladesch als Drogenkuriere arbeiten

Rohingya Kutupalong Rohingya-Flüchtlinge in Kutupalong. | Bild (Ausschnitt): © World Bank Photo Collection [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Für bangladeschische Gangs ist es ein leichtes, in den Flüchtlingscamps Rohingya als Drogenkuriere anzuwerben. Die Flüchtlinge sind arm und meist mittellos, sie leben in teils jämmerlichen Verhältnissen. Für viele ist der Yaba-Schmuggel der einzige Weg, ihr eigenes Überleben und das ihrer Familien zu sichern.
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Myanmar: Zusammenarbeit mit UNODC führt zu Neuausrichtung der Drogenpolitik

Schlafmohn Myanmar ist hinter Afghanistan der zweitgrößte Opiumproduzent weltweit. | Bild (Ausschnitt): © Alastair Rae [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Ende Februar gaben die myanmarische Regierung und das UNODC in einer gemeinsamen Erklärung die Neuausrichtung der Drogenpolitik des südostasiatischen Landes bekannt. Dabei wurde eine neue Strategie im Kampf gegen den Drogenhandel und beim Umgang mit Drogenkonsumenten zum Ziel ausgegeben. Das Land will den restriktiven und punitiven Ansatz, den es bislang verfolgte, zumindest zum Teil hinter sich lassen.
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China: Die Rauschgiftkolonialiserung des Kaiserreichs durch die Briten

 Mehrere Millionen Chinesen fröhnten dem Opium-Konsum | Bild (Ausschnitt): © Jean-Pierre Dalbéra [CC BY 2.0]  - flickr

Die harte Drogenpolitik Chinas, bei der nicht selten auch Todesurteile vollstreckt werden, geht auch auf die verheerende Opium-Epidemie zurück, die das Land im 19. Jahrhundert heimsuchte. Allen voran die Briten, die damals Schlafmohn aus Indien in Form von Opium oder auch Morphium an die Chinesen verkauften und sie süchtig machten, waren verantwortlich dafür. Das blühende ... weiterlesen >>

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Bangladesch wird mit Yaba Tabletten überschwemmt – Konsum unter Jugendlichen steigt

Bangladesch ist ein Transitstaat mit großem Drogenproblem. Die Grenzen teilt sich das Land mit Indien und Myanmar. Durch lokale Drogenbanden, die mit indischen und myanmarischen Schmugglern kooperieren, kommen Heroin, Cannabis, Methamphetamin sowie psychotropische Substanzen in das Land. Der Zugang zum internationalen Markt bleibt ihnen jedoch zum Großteil verwehrt, weswegen sie die Drogen in Bangladesch verkaufen. Die Zahl der Süchtigen steigt an. Waren 2013 noch fünf Millionen Menschen betroffen, kletterte bis 2015 der Wert auf sieben Millionen. Die Dunkelziffer könnte noch viel höher liegen. Besonders die synthetische Droge Yaba erfreut sich bei der jüngeren Generation an steigender Beliebtheit.
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Myanmar: Trotz steigender Anzahl von Drogenkonsumenten sinkt Zahl HIV-Infizierter

Crystal Meth Crystal Meth - In China auch oft "Ice" genannt | Bild (Ausschnitt): © Radspunk [CC BY-SA 3.0]  - Wikimedia Commons Seitdem Myanmar 2013 begonnen hat, HIV Präventionsmaßnahmen auch in ländliche Gebiete zu verbreiten, sinkt die Anzahl der Infizierten. 57 Prozent wird behandelt. Damit liegt das Land im regionalen Vergleich vorne. Laut dem kürzlich erschienenen Bericht der UN über die globale Verbreitung von HIV sank die Zahl der AIDS Toten in den letzten sechs Jahren um 52 Prozent. 2016 starben demnach 8000 Menschen an den Folgen der Immunschwächekrankheit. Auch die Zahl der Neuinfizierten sank seit 2010 um 26 Prozent. Grund dafür ist die bessere HIV Präventionsarbeit für Drogensüchtige. In Myanmar leben 230.000 Menschen mit HIV. 28,5 Prozent davon spritzen sich Drogen. Zwischen 2014 und 2016 stellte die Regierung mehr als 300 sterile Spritzen pro betroffenem Drogenabhängigen aus.
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Nach Kolumbiens Friedensvertrag: Amazonasmafia kämpft um Nachfolge der FARC

 Amazonas | Bild (Ausschnitt): © johrling [CC BY 2.0]  - Flickr Alleine im Februar wurden am Hamburger Hafen 700 Kilo Kokain beschlagnahmt, 360 Kilo wurden an der englischen Küste angeschwemmt – die Kokainausfuhr aus Kolumbien, Brasilien und Peru boomt. Der Friedensvertrag der kolumbianischen Regierung sollte Frieden bringen, doch die Kokainnachfrage und -Produktion lässt nicht nach und so kämpfen nun Mafiagruppen aus dem brasilianischen Amazonasgebiet um die zukünftig führende Position im Drogenhandel in einem brutalen Bandenkrieg. Europa, Afrika und Asien rutschen immer weiter in den Fokus, nachdem der Handel in die USA durch Trump immer weiter erschwert wird.
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