Schlagwort-Archive: Kolumbien

FARC: Abrüstungsprozess gefährdet Friedensvertrag

FARC FARC | Bild (Ausschnitt): © Institute for National Strategic Studies [Public Domain]  - Wikimedia Commons Der jahrzehntelange Konflikt zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerilliaorganisation FARC, endete durch den überarbeiteten Friedensvertrag im November 2016. Bisher kontrollierte die FARC 70 Prozent des südamerikanischen Drogenhandels. Abgesehen davon finanzierten sie sich durch den illigalen Bergbau und Entführungen.Ein wesentlicher Teil der Friedensverhandlungen konzentrierte sich auf die zukünftige Drogenpolitik und den endgültigen Waffenstillstand. Bezüglich des Drogennetzes, das sich die FARC in den letzten 52-Jahren aufgebaut hat, müssen alle Informationen offen gelegt werden. Nach und nach müssen die Koka- und Marihuana- Plantagen durch Flächen ersetzt werden, die für den Anbau legaler landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden können.
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Kolumbianische Drogenkartelle weiten spanischen Drogenhandel aus

Drogendealer Drogenhandel | Bild (Ausschnitt): © Bialasiewicz - Dreamstime Schon seit langem dient Spanien als Einstiegspunkt für Drogenkartelle aus Kolumbien, die einen Weg in den lukrativen europäischen Drogenhandel suchen. Um ihren Einfluss in den europäischen Ländern zu vertiefen, haben sie gemeinsam mit spanischen Kontrahenten einen von kolumbianischen Drogennetzwerken geführten Drogenhandelsring aufgebaut. Vor kurzem haben die kolumbianischen Behörden William Rafael Vargas Maestre, alias „Canosco“, verhaftet. Er war einer der „meistgesuchten“ Verdächtigen Spaniens. Höchstwahrscheinlich kam Vargas in den frühen 2010er Jahren nach Spanien zur Koordinierung von Drogenlieferungen für mehrere kriminelle Netzwerke, insbesondere der Urabeños. In einem Monat hatte Vargas einen Umsatz von über fünf Millionen Euro erzielen können.
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Chile entwickelt sich vom Transitstaat zum Produktionsland für Kokain

Kokainkonsum Chile ist eines der Länder Lateinamerikas mit dem höchsten Kokainkonsum | Bild (Ausschnitt): © Cheeese - Dreamstime Dem Anschein nach wächst Chiles Rolle im Drogenhandel an. Bislang diente es hauptsächlich nur als Transitstaat und Umschlagsplatz für Kokain. Das Kokain wird aus Peru und Bolivien importiert, um es weiter nach Afrika und Europa zu exportieren. Vor allem die geografische Lage Chiles, die ausgedehnten Grenzen und die breite Küstenlinie macht es zu einem attraktiven Ort für den Transport und Export von Drogen.
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Bolivien weitet Koka-Anbau aus – streicht die EU jetzt Entwicklungsgelder?

 coca plantation | Bild (Ausschnitt): © n.v. - https://www.flickr.com/photos/ciat/4387016012/in/photolist-4UzbaC-eap3A8-fTRnX3-eFPTR9-dJL438-7FEABb-7FEB27-7FEARo-g2CFEX-g2CaHW-dJL3ZR-z44bU-g2CdbR-g2CEkH-g2CDMt-g2Ca2K-ktt79D Im März 2017 unterschrieb der bolivianische Präsident Evo Morales ein neues, umstrittenes Gesetz zum Anbau von Koka. Die bolivianische Regierung einigte sich mit den Verbänden der Kokabauern darauf, die Flächen für den Anbau von 12.000 auf 22.000 Hektar zu vergrößern. Er begründete die Ausweitung damit, dass die Pflanze als Nahrungsmittel und Medizin angebaut werde und zusätzlich einen kulturellen und spirituellen Wert für sein Land habe. Durch das Kauen der Blätter werden Alkaloide freigesetzt, welche der Höhenkrankheit vorbeugen sowie Hunger, Schmerzen und Müdigkeit betäuben.
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Drogenwirtschaft korrumpiert El Salvador

  Bild (Ausschnitt): © (c) Tomloel - Dreamstime.com El Salvador spielt eine relativ kleine, aber wachsende Rolle im Drogenhandel. Es dient als Drogendepot und vor allem als Transitstaat. Hauptsächlich wird Kokain aus Kolumbien und anderen südamerikanischen Ländern nach Mexiko und dann weiter in die USA geschmuggelt. Besonders die kaum kontrollierten Grenzübergänge mit den Nachbarländern Honduras und Guatemala erleichtern den Drogenschmuggel. Zusätzlich ermöglichen die zahlreichen Orte, insbesondere an El Salvadors Küste, die Drogen in kleinere Mengen für den weiteren Weg Richtung Norden zu entladen und zu verpacken oder für den Vertrieb und Verkauf im Heimatland zu nutzen.
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Bolivien: Mehr Flächen zum Koka-Anbau – Ein Fluch oder ein Segen?

Koka-Plantage Anbau von Koka-Pflanzen in Bolivien | Bild (Ausschnitt): © CIAT [CC BY-SA 2.0]  - Wikimedia Commons Bolivien ist der drittgrößte Koka-Produzent weltweit nach Kolumbien und Peru. Seit 2010 sind der Anbau und die Produktion der Kokapflanze um 35 Prozent national gesunken. Durch eine neue Gesetzgebung möchte die bolivianische Regierung dem entgegenwirken. Der bolivianische Präsident Evo Morales unterzeichnete im März ein umstrittenes Gesetz zum Anbau von Koka. Die Regierung einigte sich mit den Verbänden der Kokabauern auf eine Ausweitung der Flächen für die Koka-Kultivierung. Die legale Anbaufläche wird um fast das Doppelte vergrößert, von 12.000 auf 22.000 Hektar. Der Senat und das Abgeordnetenhaus müssen dieser Gesetzgebung noch zustimmen – dies gilt als wahrscheinlich.
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Repressive Strafverfolgung verschärft Lateinamerikas Drogenproblem

Gefängnis - Symbolbild  Bild (Ausschnitt): ©  Olli Homann [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Viele Gefängnisse in Lateinamerika sind überfüllt und außer Kontrolle geraten. So herrschen oft Gangs über die Haftanstalten und liefern sich blutige Gefechte. Berichten zu Folge besteht etwa in brasilianischen Gefängnisanstalten eine Überbelegung von bis zu 147 Prozent. Auf 400.000 Plätze kommen also rund 650.000 Gefangene. Doch was lässt sich gegen diese Missstände tun? Während aus der verstärkten Bekämpfung der Drogenbanden nur noch mehr Gefangene resultieren, wobei häufig Kleinkriminelle gefasst werden, während große Drogenbosse einer Strafverfolgung aufgrund ihrer weitreichenden Kontakte entgehen, ist eine adäquate Lösung bis heute nicht in Sicht.
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Kampf der venezolanischen Regierung gegen Drogengangs fordert zunehmend zivile, minderjährige Opfer

Straßenschild in Venezuela  Bild (Ausschnitt): ©  Cadu Tavares [CC BY-NC 2.0]  - Flickr Venezuela gilt mit 28.479 Todesopfern durch Gewalteinwirkung allein im Jahr 2016, nach El Salvador, als das gefährlichste Land der Welt. Dabei steigt die Mordrate kontinuierlich an und umfasst zunehmend zivile Opfer. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die zunehmende Bewaffnung der kriminellen Drogenbanden, der Polizei sowie militärischer Einheiten zurückzuführen. Diese Aufrüstung und der damit verbundene Anstieg an Brutalität ist auch der Grund dafür, weshalb mittlerweile etwa 80 Prozent der auf den Straßen Venezuelas ausgefochtenen Konflikte für Beteiligte und Unbeteiligte tödlich enden.
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Das Leid der Transitstaaten: Drogenhandel legt die Entwicklung schwacher Staaten nahezu vollständig lahm

Drogentransport in Afghanistan aufgedeckt  Bild (Ausschnitt): ©  ResoluteSupportMedia [CC BY 2.0]  - Flickr Europa und die USA sind die wichtigsten Märkte für den internationalen Drogenhandel. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen gibt es weltweit etwa 158 Millionen Drogenkonsumenten, welche dem globalen Handelsnetzwerk jährlich 400 Milliarden US-Dollar einbringen und zehntausende illegale Arbeitsplätze schaffen. Bedeutsam für den Handel mit diesen Substanzen sind jedoch nicht nur die produzierenden Staaten, auch die Transitländer, insbesondere Mexiko und Haiti erfüllen eine wesentliche Funktion im Drogengeschäft.
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Marihuana als aktueller Exportschlager: Neue Drogendynamik gefährdet Chile

Marihuana-Konsum in Chile  Bild (Ausschnitt): ©  misterio_henry [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Nach dem Fund von mehr als 400 Kilogramm hoch-qualitativen Marihuanas in Santiago de Chile, welches Berichten zu Folge aus Kolumbien stammt, wird vermutet, dass sich eine maßgebliche Veränderung in der Struktur des Drogenhandels in Südamerika abzeichnen könnte. So scheinen insbesondere die produzierenden Staaten Kolumbien, Paraguay und Peru ein verstärktes Interesse an dem Export von Marihuana, einer Droge, welche bisher überwiegend zum Konsum im eigenen Land produziert wurde, zu entwickeln. Mit einem Verkaufswert von etwa neun Millionen US-Dollar handelt es sich im vorliegenden um den größten, jemals entdeckten Fall von Marihuana-Schmuggel in Chile.
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