Schlagwort-Archive: Opium

Iran: Drogenhändler missbrauchen Tauben als Drogenkuriere

 Brieftauben werden immer wieder zum Drogenschmuggel eingesetzt.  | Bild (Ausschnitt): ©  blackpictures [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Die iranische Polizei hat letzte Woche rund hundert Tauben beschlagnahmt, die offenbar als Drogenkuriere missbraucht wurden. Die Vögel wurden bei einer Antidrogenoperation in der westiranischen Provinz Kermanschah entdeckt. Anscheinend wurde den Tieren ein kleiner blauer Plastikbeutel an die Klaue gebunden, indem sich die illegalen Drogen befanden. Nicht zum ersten Mal benutzen Drogenhändler die Vögel, die in früheren Zeiten als Postboten oder Kuriere eingesetzt wurden, auch für ihre kriminellen Zwecke. Ähnliche Fälle gab es bereits in Kuwait und Kolumbien. Im Iran allerdings, indem die Zucht der Vögel und Taubenrennen eine lange Tradition haben, ist die Taube als Drogenkurier ein relativ neues Phänomen.
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Iran vor Lockerung der Drogengesetze – Todesstrafe nicht mehr zwingend

Heroin aus Afghanistan Heroin aus Afghanistan wird durch den Iran in Richtung Europa geschmuggelt. | Bild (Ausschnitt): ©  DFID - UK Departmen International Development [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Der Iran führt zusammen mit Saudi-Arabien, Pakistan und dem Irak am häufigsten die Todesstrafe durch – China veröffentlicht keine Daten, jedoch geht Amnesty International von mehreren Tausend Fällen allein im vergangenen Jahr aus. 567 Menschen wurden 2016 in der islamischen Republik exekutiert. Diese Zahl könnte in den nächsten Jahren sinken. Der häufigste Grund für die Vollstreckung sind Drogendelikte. Anfang August will das Parlament über eine Milderung der aktuellen strengen Drogengesetze abstimmen. Die Gesetzesvorlage vom 16. Juli strebt eine Lockerung der Todesstrafe an. Jene soll nur noch dann verhängt werden, wenn man mit mehr als 100 Kilogramm traditionellen Drogen wie Opium oder ab zwei Kilogramm synthetische Drogen wie Methamphetamin erwischt wird, oder Minderjährige für Produktion und Handel von auch kleineren Mengen benutzt. Human Rights Watch fordert die Aussetzung der Exekutionen bis über den Entwurf abgestimmt wird. Es sei grausam, Menschen für etwas hinzurichten, für das sie in absehbarer Zeit höchstens 30 Jahre ins Gefängnis müssten, so die Menschenrechtsorganisation.
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Myanmar: Trotz steigender Anzahl von Drogenkonsumenten sinkt Zahl HIV-Infizierter

Crystal Meth In Myanmar steigt die Konsumentenzahl von Crystal Meth. | Bild (Ausschnitt): © Radspunk [CC BY-SA 3.0]  - Wikimedia Commons Seitdem Myanmar 2013 begonnen hat, HIV Präventionsmaßnahmen auch in ländliche Gebiete zu verbreiten, sinkt die Anzahl der Infizierten. 57 Prozent wird behandelt. Damit liegt das Land im regionalen Vergleich vorne. Laut dem kürzlich erschienenen Bericht der UN über die globale Verbreitung von HIV sank die Zahl der AIDS Toten in den letzten sechs Jahren um 52 Prozent. 2016 starben demnach 8000 Menschen an den Folgen der Immunschwächekrankheit. Auch die Zahl der Neuinfizierten sank seit 2010 um 26 Prozent. Grund dafür ist die bessere HIV Präventionsarbeit für Drogensüchtige. In Myanmar leben 230.000 Menschen mit HIV. 28,5 Prozent davon spritzen sich Drogen. Zwischen 2014 und 2016 stellte die Regierung mehr als 300 sterile Spritzen pro betroffenem Drogenabhängigen aus.
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Pakistans Drogenkonsum wächst – Terrorgruppen profitieren

Pakistan Heroinkonsum Die Zahl der Drogenkonsumenten in Pakistan steigt. | Bild (Ausschnitt): ©  Photo RNW.org [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Am 13. Juli fand Pakistans Anti-Narcotics Force (ANF) Drogen im Wert von 430 Millionen Pakistani Rupees. Umgerechnet ist die 365 Kilogramm schwere Ladung ungefähr 3500 Euro wert. Schon im Februar beschlagnahmte die Einheit fast 17 Tonnen illegaler Substanzen im Wert von umgerechnet 277 Millionen Euro. Aufgrund der geographischen Lage ist Pakistan vom Drogenhandel besonders betroffen. Die lange Grenze zu Afghanistan, dem großen Opiumproduzenten, macht aus Pakistan einen idealen Transitstaat. Laut Angaben der UNODC gehen 43 Prozent des afghanischen Schmuggels durch das Land. Mittlerweile steigt auch der Drogenkonsum in Pakistan. Laut Angaben der UN gab es 2013 7,6 Millionen Drogenabhängige. Mittlerweile sind es 8 Millionen, Tendenz steigend. Am häufigsten werden Haschisch, Heroin, Opium und Kokain konsumiert. An sie kommt man leicht auf der Straße heran. Aber auch Universitäten scheinen ein beliebter Umsatzmarkt zu sein. 2016 wurden in Bildungseinrichtungen fast 10 Kilogramm Heroin, 33 Kilogramm Opium und fast eineinhalb Kilogramm Haschisch sichergestellt.
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Thailand erzielt Erfolge im Kampf gegen synthetische Drogen

Yaba ist in Thailand weit verbreitet und gehört dort zu den meistkonsumierten Drogen Yaba ist in Thailand weit verbreitet und gehört dort zu den meistkonsumierten Drogen | Bild (Ausschnitt): © Labib Ittihadul [CC BY 2.0]  - Flickr Letzte Woche gelang der Polizei im Königreich Thailand die Festnahme von 16 mutmaßlichen Drogenschmugglern. Sie wurden mit 42 Kilogramm Crystal Meth, 525 Kilogramm Marihuana sowie 3,5 Millionen Yaba Tabletten im Wert von über 20 Millionen US-Dollar aufgegriffen. Seitdem am 19. Januar die Festnahme einer der größten südostasiatischen Drogenbosse, Xaysana Keophimpha, gelang, scheint das Land erfolgreicher im Kampf gegen die Drogen zu sein. Weitere Verhaftungen und Beschlagnahmungen folgten, auch da die Kooperation mit den Nachbarstaaten funktionierte. So findet aktuell vom 11. bis 14. Juli ein Treffen zwischen thailändischen und malaysischen Vertretern statt, um sich im gemeinsamen Kampf gegen den Drogenhandel zu besprechen. Schon in den letzten Jahren wurden immer mehr illegale Drogen konfisziert. Das lässt neben mehr Kontrollen aber auch auf einen gestiegenen Handel schließen. Der UN-Drogenbericht 2016 bestätigt diese Vermutung. So gilt heute das Goldene Dreieck, zu dem auch Thailand gehört, wieder hinter Lateinamerika als wichtigstes Drogenanbaugebiet. Das größte Produktionsgebiet für synthetische Drogen ist die Region mittlerweile schon. Hierbei ist vor allem Methamphetamin zu nennen.
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UN Drogenbericht: Illegale Drogenwirtschaft floriert

Marihuana Pflanze in Yunnan, China In der chinesischen Provinz Yunnan bedroht der Drogenhandel die Bevölkerung. | Bild (Ausschnitt): ©  Alexandra Moss [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Yunnan ist eine Provinz im Südwesten der Volksrepublik China. Was sie hervorhebt, ist ihre Lage an der Grenze zum Goldenen Dreieck. Das bedeutet, die Region ist geprägt vom Drogenhandel. Drogen sind einfach und billig zu haben, denn es ist leicht sie ins Land zu schmuggeln. Die Folgen bekommen die Menschen in den Dörfern entlang der Grenze zu Myanmar zu spüren. Rund 25 Prozent aller 2016 neu gemeldeten HIV-und AIDS-Fälle in China kommen aus der Region. Dabei lebt nur etwa vier Prozent der chinesischen Bevölkerung in Yunnan! Es wird geschätzt, dass die Anzahl der HIV-Infizierten in der Provinz bei 80.000 liegt. Durch den Konsum von Heroin mit nicht sterilen Spritzen ziehen sich viele die Immunkrankheit zu und geben sie nicht wissend, dass sie krank sind, an ihre Sexualpartner weiter. Laut dem kürzlich erschienenen Weltdrogenbericht 2016 durch die UNODC spritzen sich weltweit zwölf Millionen Menschen Drogen, davon haben 1,6 Millionen HIV. Jene machen fünf bis zehn Prozent aller HIV-Positiven aus. China stellt zusammen mit Russland und den USA fast 50 Prozent der Menschen, die sich Drogen spritzen.
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Taliban, Farc, IS – Drogen finanzieren Terrorismus

Farc im Dschungel von Kolumbien  Bild (Ausschnitt): ©  phoenixdiaz [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Es mag neutral betrachtet faszinierend sein wie Terrorgruppen an so viel Macht gelangen können und sich teilweise sehr gut selbst finanzieren können. Macht entsteht nicht nur durch eine Ideologie sondern auch mit der Intention Angst zu verbreiten und somit Leute an sich zu binden. Da dies nicht immer freiwillig geschieht wird versucht sich mit Gewalt, Gehör zu verschaffen. Dazu werden Waffen gebraucht und diese werden oftmals durch Drogen finanziert. Das möchte ich im folgenden Teil genauer anhand von den Taliban, der Farc und dem IS betrachten.
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Die Marihuana-Legalisierung in den USA lässt die Menschen ängstlich zurück

Marihuanapflanze  Bild (Ausschnitt): ©  MarihuanayMedicina [CC BY-SA 2.0]  - flickr Seit 2014 ist Marihuana zu medizinischen Zwecken im Bundesstaat Colorado in den USA legal. Schon der Vorgang der Legalisierung wurde in einem aufgeheizten politischen Klima sehr kontrovers diskutiert. Das Resümee zu der Legalisierung fällt zwiegespalten aus. Die Fürsprecher des Gesetzes weisen auf die vielen positiven Aspekte hin. Weniger Festnahmen, mehr Steuereinnahmen und damit Geld, welches für Schulen und Anti-Drogenprogramme verwendet wird. Die Gegner der Maßnahme verweisen auf Cannabis als Einstiegsdroge und dass einige Folgen des Gesetzes nicht absehbar sind. Sie reden davon, dass es mehr Verkehrsunfälle im Bundesstaat Colorado gebe seit der Legalisierung. Experten sagen, dass dieser Zusammenhang nur schwer nachzuvollziehen ist, weil THC nicht so einfach wie Alkohol in einem Bluttest nachgewiesen werden kann. Eine neue Studie scheint zu beweisen, dass es seit dem Gesetz einen Anstieg bei Jugendlichen gäbe, die in Krankenhäusern ambulant wegen des Missbrauchs der Droge eingeliefert werden.
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Drogenangebot und -nachfrage bedingen sich gegenseitig

Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan Schlafmohnplantage in Helmland, Afghanistan | Bild (Ausschnitt): © Sgt Pete Thibodeau - Wikimedia Commons Bei Drogen wie auch legalen Gütern stehen Angebot und Nachfrage in unmittelbaren Zusammenhang. Die Nachfrage stellt dabei die treibende Kraft für den Drogenhandel dar. Dies bestätigte auch der ehemalige kolumbianische Präsident Belisario Betancur (1982-1986): „Solange es eine Nachfrage gibt, wird die Produktion niemals komplett ausgelöscht werden können.“ Rund 17 Millionen Menschen konsumieren jährlich illegale Opiate, dazu gehören Opium, Heroin und Morphium. Allein 2014 gab es 207.000 Drogentote. Längst ist der Drogenhandel einer der größten Rohstoffmärkte der Welt. Jährlich werden mehrere Milliarden US-Dollar umgesetzt. Insgesamt wurden über 7.500 Tonnen Opium benötigt, um die weltweite Heroin- und Opiumnachfrage 2014 zu decken. Allein in Afghanistan wurden 6.400 Tonnen Opium produziert. Somit werden mehr als 85 Prozent des weltweiten Marktes für illegale Opiate vom Land am Hindukusch aus bedient. Dort und im Goldenen Dreieck züchten Kleinbauern mit Schlafmohn den Rohstoff für Opium und Heroin, weil dies im Gegensatz etwa zum Weizenanbau mehr oder überhaupt Einkommen verspricht. Das treibt seit Jahrzenten ganze Familien von Landwirten in die Drogenkriminalität.
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Guatemala: Krieg zwischen Drogenkartellen löst Ausnahmezustand aus

Schlafmohn Der Anbau von Schlafmohn ist in Mexiko in den vergangenen Jahren stark angestiegen. | Bild (Ausschnitt): © tanja niggendijker [CC BY 2.0]  - Wikimedia Commons Zwischen den Gemeinden Ixchiguán und Tajumulco in Guatemala herrscht ein mit Gewalt geführter Konflikt. Die beiden Orte liegen im Bundesstaat San Marcos. In der Nähe der beiden Gemeinden ist ein erbitterter Stellvertreterkrieg ausgehend von zwei mächtigen mexikanischen Drogenbanden ausgebrochen. Das Sinaloa Kartell und das „Jalisco Cartel New Generation“ (CJNG) kämpfen in der Region um Felder für den Anbau von Schlafmohn. Die Pflanze ist das Grundmittel für Heroin. Die guatemaltekische Regierung sah keinen anderen Ausweg mehr, als den Ausnahmezustand auszurufen und das Militär zu mobilisieren. Zwischen den beiden Gemeinden gibt es schon seit längerer Zeit kleinere Konflikte. Dabei dreht es sich meistens um Kontrolle über Land und Zugang zu Wasser. In den letzten Jahren soll die Gewalt jedoch rapide angestiegen sein und die Methoden zur Verteidigung werden immer drastischer. Zuletzt haben rivalisierende Banden mit Gewehren und Granaten gegeneinander gekämpft. Der Konflikt zwischen den beiden Gemeinden wird dadurch angeheizt, dass in Ixchiguán die Bauern für das Sinaloa Kartell arbeiten und in Tajumulco bauen die Farmer Opium für das CJNG an. Die beiden Banden streiten sich um Gebiet und Schmuggelwege.
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