Schlagwort-Archive: Opium

Die Transitlage im asiatischen Drogenhandel wird dem indischen Punjab zum Verhängnis

Ein Mann konsumiert Drogen Der Drogenkonsum im Punjab steigt immer weiter an  | Bild (Ausschnitt): © Photo RNW.org [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Will man spontan die Grenze von Pakistan nach Indien überqueren, sieht man sich vor ein Problem gestellt. Grund ist ein gigantischer Zaun, welchen es unmöglich scheint zu passieren – ist er doch 553 Kilometer lang und seit kurzem unter Strom gestellt. Regelmäßig patroulieren Wachmannschaften entlang des Bollwerks. Wenn der amerikanische Präsident ein Vorbild für seine Grenzplanungen suchen sollte – hier könnte er es finden. Der Grund für die angespannte Grenzsituation hat zwei Hauptaspekte. Zum einen liegt die strenge Trennung in der ideologisch-historischen Feindschaft beider Länder begründet – und man will keine politisch motivierten Aggressoren ins Land lassen. Zum anderen sieht sich Indien einer noch größeren Gefahr gegenüber, welche eine ganze Region zu zersetzen droht. Gemeint ist die wachsende Drogenproblematik im Land. Insbesondere in der Grenzregion Punjab, wird die Transit- und Konsumrolle Indiens im asiatischen Drogenhandel deutlich sichtbar. Die Zahl der Drogenabhängigen liegt hier bei 230,000 – umgerechnet vier Mal mehr als der Weltdurchschnitt. Der Kampf gegen das rapide steigende Konsumverhalten wurde in der Vergangenheit nur unzureichend geführt. Deshalb ist Punjab heute ganz im Griff der Sucht – die täglichen Drogentoten unterstreichen das.
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Opium fürs Volk? – Wie das Pharma-Kartell von der Opioid-Krise in den USA profitiert

Opioid Krise Opioid Krise | Bild (Ausschnitt): © Marco Verch [CC BY 2.0]  - Flickr Laut CBS News erleben wir derzeit die schlimmste Drogenepidemie in der amerikanischen Geschichte. In diesem Zusammenhang wird auch oftmals von der Opioid-Krise gesprochen. Tatsächlich sterben in den USA jeden Tag 142 Menschen an einer Überdosis Opioiden wie Oxycodon, Fentanyl oder Heroin – das sind mehr als bei Autounfällen und Schießereien zusammen. Mit 95 Millionen Amerikanern bekommt fast ein Drittel (!) der US-Bevölkerung Opioide als Schmerz- und Schlafmittel verschrieben. Knapp 3 Millionen sind davon abhängig, 59.000 kamen im Jahr 2015 davon ums Leben. Insgesamt dürften in den vergangenen bis zu 15 Jahren 300.000 Menschen daran verstorben sein. Aufgrund ihrer Abhängigkeit können zudem viele junge Menschen nicht mehr arbeiten. Der wirtschaftliche Schaden wird auf 78,5 Milliarden US-Dollar geschätzt (Medical Care, Florence et al, 2016).
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Transformation der iranischen Drogenpolitik birgt Hoffnung auf Verbesserung der Situation

  Bild (Ausschnitt): ©  Jordi Bernabeu Farrús [CC BY 2.0]  - flickr Drogen werden nicht für die iranischen Märkte produziert und trotzdem werden sie genau dort konsumiert. Diese äußerst strikte Handhabe, mit der die iransiche Regierung Drogendelikte bisher ahndete, konnte jedoch nicht zur Lösung des Problems beitragen. In jüngster Vergangenheit transformierte sich die Drogenpolitik des Irans und Rehabilitations- und Präventionsmaßnahmen rückten wieder vermehrt in den Fokus.
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Umstellung von Heroin- auf Methamphetaminproduktion stellt Justiz im Goldenen Dreieck vor neue Herausforderungen

  Bild (Ausschnitt): © Alexis Gravel [CC BY-ND 2.0]  - flickr Im Goldenen Dreieck trennt der Mekong-Fluss Thailand, Myanmar und Laos. Das Ziel vieler Reisender ist gleichzeitig auch ein zentraler Punkt der südostasiatischen Drogenindustrie. Die Produktion von Opiaten ist im Goldenen Dreieck zurückgegangen, anstelle von Heroin werden nun vornehmlich Methamphetamine hergestellt und gehandelt. Maßnahmen gegen die Produktion der synthetischen Drogen gestalten sich noch schwieriger als zuvor.
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Afghanistan: Immer mehr Frauen und Mädchen geraten in die Abhängigkeit von Heroin

  Bild (Ausschnitt): © United Nations Photo [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Afghanistan ist der weltweit größte Hersteller von Heroin. Die Droge wird insbesondere im asiatischen Raum, in europäischen Ländern sowie Nordamerika konsumiert und hat ein hohes Suchtpotential. Gleichzeitig kommt es jedoch auch in dem Anbauland zu einem erhöhten Konsum. Während eine Sucht in der Vergangenheit vornehmlich die Männer der Gesellschaft betraf, geraten nun auch immer mehr Frauen und Mädchen in eine Abhängigkeit. Die Chancen für einen erfolgreichen Entzug sind in Afghanistan jedoch nicht sehr hoch.
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Mittellose Rohingya-Flüchlinge müssen in Bangladesch als Drogenkuriere arbeiten

Rohingya Kutupalong Rohingya-Flüchtlinge in Kutupalong. | Bild (Ausschnitt): © World Bank Photo Collection [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Für bangladeschische Gangs ist es ein leichtes, in den Flüchtlingscamps Rohingya als Drogenkuriere anzuwerben. Die Flüchtlinge sind arm und meist mittellos, sie leben in teils jämmerlichen Verhältnissen. Für viele ist der Yaba-Schmuggel der einzige Weg, ihr eigenes Überleben und das ihrer Familien zu sichern.
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Produktion und Konsum von Kokain, Opium und Cannabis auf historischem Rekordhoch

drogen Drogen | Bild (Ausschnitt): ©  GreatWhiteNorthEh [CC BY-NC-ND 2.0]  - flickr Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung hat in ihrem Weltdrogenbericht vom Juni 2018 informiert, dass sowohl die Kokain, Opium und Cannabis Produktion als auch der Konsum dieser illegalen Drogen so hoch sind wie noch nie. Sie schließen sich der Meinung anderer internationaler Institutionen an, progressivere Strategien beim Kampf gegen den Drogenanbau und -handel einzuführen.
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Yaba (1): Wie in Bangladesch sechs Millionen Menschen von der „Droge des Wahnsinns“ abhängig wurden

Seit einigen Jahren erfreut sich Yaba in Bangladesch immer größerer Beliebtheit. Mitte der 2000er drängten die Tabletten dort erstmals auf den Markt, damals noch als Droge für die Reichen. Heute findet man sie praktisch an jeder Straßenecke. Für das südostasiatische Land hat sich Yaba längst zu einem riesigen Problem entwickelt. Etwa sechs Millionen, zumeist junge Bangladescher, sollen von der Droge abhängig sein.
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Iran: Mehr Therapie statt Todesstrafe

 Symbolbild: Preisschild einer Einrichtung für ambulante Suchttheraphie. | Bild (Ausschnitt): © derekb [CC BY-NC 2.0]  - flickr Im Jahr 2016 sollen laut der iranischen Frauen- und Familienministerin Shahindokht Molaverdi alle Männer eines Dorfes in der Provinz Sistan und Belutschistan wegen Drogenhandels hingerichtet worden sein. Das Problem dabei ist die Tatsache, dass sich der Iran mehr als 900 Kilometer Grenze mit Afghanistan und Pakistan teilt und die Provinzdörfer so zu Hotspots für den Handel mit Heroin und Opium werden.
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Afghanistan: Ohne Frieden, kein Ende der Opiumproduktion

 Soldaten bei einer Operation zur Drogenbekämpfung in der südlichen Provinz Helmand | Bild (Ausschnitt): © Crown Copyright [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Die Drogenwirtschaft hält in Afghanistan hunderttausende Menschen am Leben. Gleichzeitig treibt sie den internationalen Krieg zwischen dem Land am Hindukusch und der westlichen Gemeinschaft voran, da sie der radikalislamischen Taliban als Finanzierungsquelle dient. Das US-amerikanische Ziel ist die Unterdrückung der Macht der Terrororganisation, die laut der Regierung Trumps das Leid allen Übels ist. Nun setzen die USA auf die zusätzliche Unterstützung von Drohnen und Raketen, um die florierende Drogenproduktion zu vernichten.
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