Schlagwort-Archive: War on Drugs

Drogenkontrolle und Menschenrechte: Wir brauchen Lösungen, welche die Ärmsten der Gesellschaft nicht zurücklassen

Dark days and darker nights. Anti-Drogen-Kampagnen wirken vielschichtig und beinträchtigen die Rechte vieler Menschen und ganzer Gemeinden.  | Bild (Ausschnitt): ©  Neil Moralee [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Der Handel mit illegalen Drogen bringt den Verkäufern jährlich mehrere hundert Milliarden US-Dollar ein – laut den Angaben der Drug Enforcement Administration (DEA) erzielt nur das weltweite Erdölgeschäft einen ähnlich hohen Umsatz. Nachdem die meisten Rauschgiftpflanzen in den Regionen Lateinamerikas und Asiens angebaut werden, gehen die Regierungen dort besonders harsch gegen Drogenkriminalität vor. In Mexiko wird seit Jahren ein Krieg gegen die im Drogenhandel tätigen kriminellen Gruppen geführt, auf den Philippinen geht Präsident Duterte brutal gegen Drogenbesitz und -handel vor und auch in Kolumbien sieht es nicht besser aus.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

In Mexiko müssen wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagte Soldaten nicht mit einer Verurteilung rechnen

Soldaten Mexiko Bei 505 Prozessen gegen wegen Menschenrechtsverletzungen angeklagter Soldaten gab es in Mexiko zwischen 2012 und 2016 nur 16 Verurteilungen. | Bild (Ausschnitt): ©  Kinolamp [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Trotz Reformen im Justizsektor gelingt es dem mexikanischen Staat auch weiterhin nicht, adäquat gegen Soldaten und andere Militärangehörige vorzugehen, denen Menschenrechtsverletzungen und andere Verbrechen vorgeworfen werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine bereits Anfang November veröffentlichte Studie des Washington Office on Latin America (WOLA). Einmal mehr wird dadurch auf die negativen Folgen verwiesen, die die Militarisierung des Kampfes gegen Drogen und die organisierte Kriminalität mit sich bringt.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Philippinen: Video zeigt illegale Hinrichtungen durch die Polizei

Polizeiauto und Polizist, Philippinen Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Nachrichtenagentur Reuters Filmmaterial, welches illegale Hinrichtungen durch philippinische Beamte  zeigt. | Bild (Ausschnitt): ©  Brian Evans [CC BY-ND 2.0]  - Flickr Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Nachrichtenagentur Reuters Filmmaterial, welches illegale Hinrichtungen durch philippinische Beamte zeigt - am Tag nachdem Präsident Duterte die Polizei vom Anti-Drogen-Kampf abgezogen hatte.
Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

DEA Mission in Honduras führte zu Tod von Zivilisten

US Militär Helikopter  Bild (Ausschnitt): ©  USASOC News Service [CC BY 2.0]  - Flickr Der 11.Mai 2012, in Ahuas, an der Mosquito-Küste im Osten von Honduras. Ein Propellerflugzeug landet am Stadtrand, Menschen laden Pakete aus und bringen sie zu einem Truck in der Nähe. Sie sind Drogenschmuggler. Bei der Ladung handelt es sich um 400 Kilogramm Kokain. Der Truck fährt zu einer Anlegestelle am Río Patuca, die Drogen werden auf ein Motorboot geschafft. Doch die Schmuggler sind nicht allein. Eine Anti-Drogen Einheit, bestehend aus honduranischen Polizisten und Soldaten und Agenten der US- amerikanischen DEA, ist ihnen schon länger auf den Fersen. Sie führen zusammen die Operation Anvil durch, um Drogenlieferungen auf dem Weg nach Norden abzufangen.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Uruguay: Fokus auf Prävention und Behandlung

Therapieeinrichtung - Texas Therapieeinrichtung. | Bild (Ausschnitt): © Billy Hathorn [CC BY-SA 3.0]  - Wikimedia Commons 2005 wurde in Uruguay ein Fond gegründet aus Mitteln, die von Drogenhändlern beschlagnahmt werden. Seit 2010 flossen 14 Millionen US-Dollar in den Fond. Damit soll die Kriminalität gestoppt werden. Dies beinhaltet die Finanzierung von Drogenprävention, Behandlungs- und Rehabilitationsprogrammen und Strafverfolgungsinstitutionen, so Uruguays Nationaler Drogenrat (Junta Nacional de Drogas - JDN). Die Gesellschaft soll von den beschlagnahmten Geldern profitieren, indem durch Institutionen verschiedene Dienstleistungen bereitgestellt werde
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ist Kambodschas Kampf gegen die Drogen eher schädlich als hilfreich?

Injektionsspritzen zum Spritzen von Drogen Zur HIV-Prävention in Kambodscha stellen NGOs Drogenabhängigen saubere Spritzen zur Verfügung. | Bild (Ausschnitt): © Nathan Forget [CC BY 2.0]  - Flickr Seit dem ersten Januar hat die Polizei Kambodschas mehr als 10.000 Menschen wegen Drogendelikten verhaftet. Im gesamten letzten Jahr wurden 9 800 Menschen im Zusammenhang zu Drogen festgenommen. Schuld an der steigenden Zahl von Verhaftungen ist die neue Anti-Drogenkampagne. Jene reagiert auf die steigende Beliebtheit von Methamphetamin, also Yaba Tabletten und Crystal Meth. Sie gelten als die meist genutzten Drogen in der gesamten Region. Kambodscha grenzt an Laos und Thailand an, zwei der drei Länder des Goldenen Dreiecks. Auf ursprünglich sechs Monate angelegt, wurde die Kampagne vom Premierminister Hun Sen bis zum Jahresende verlängert. Zudem bekommt sie ein Budget von einer Million US-Dollar. Jenes soll für Bildung, Ausrüstung, Behandlung und als Bonus für die beteiligten Polizisten benutzt werden. Es werden nicht nur Menschen verhaftet, die Drogen konsumieren oder dabei haben. Alleine Hilfsmittel wie Spritzen dabeizuhaben, ist Grund genug verhaftet zu werden. Vorher war es möglich, auf der Straße ungestört zu konsumieren, während die Polizei vorbeilief.
Veröffentlicht unter Gegenmaßnahme | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Paraguay nutzt den War on Drugs zum Wahlkampf

Kolumbien Drogen Pflanzenverbrennungen sind Teil der Strategie des War on Drugs. (Symbolbild) | Bild (Ausschnitt): © Policía Nacional de los colombianos [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Paraguay ist der größte Marihuana-Produzent in ganz Südamerika. Das liegt im Großen und Ganzen an drei zentralen Gründen: Zum einen wäre da die Verdienstmöglichkeit. Bauern können mit einer herkömmlichen, legalen Agrikultur bei weitem nicht so viel verdienen als mit dem Marihuana-Anbau. Zum anderen ist die Qualität von paraguayischem Cannabis von außerordentlicher Güte. Es gilt als besonders rein und der THC-Gehalt, verglichen mit dem argentinischen Produkt, ist um 25 Prozent höher. Der dritte große Punkt, warum der Anbau von Marihuana in Paraguay so weit verbreitet ist, liegt an der laxen Strafverfolgung und an korrupten Offiziellen. Vor allem in ländlichen Gebieten fallen Polizeibeamte der Korruption anheim. In Paraguay ist es gängig, dass Marihuana-Produzenten hohe Geldsummen als Willkommensgeschenk für neue Gesetzeshüter mitbringen, um ihr Drogengeschäft unbehelligt weiterführen zu können. In Alto Paraná wurde diese Praxis erstmalig publik. Demnach hat jeder Polizeichef 9.000 US-Dollar erhalten, damit die dort agierende Drogenbande ungestört und frei von Sanktionen weiterarbeiten kann. Leider scheint dies kein Einzelfall zu sein, sondern ist gängige Praxis. Ohne eine innoffizielle Zusammenarbeit zwischen staatlicher Seite und den Drogenbanden wäre eine solche Ausbreitung der Cannabis-Produktion kaum vorstellbar.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Guatemala feiert Erfolge im Kampf gegen Korruption

Studenten protestieren gegen Korruption in Guatemala Erst durch Poteste der Zivilgesellschaft geht die Generalstaatsanwaltschaft in Guatemala gegen korrupte Politiker und Unternehmer vor. | Bild (Ausschnitt): ©  hrvargas [CC BY 2.0]  - Flickr In Guatemala wird endlich gegen Korruption durchgegriffen. Seit 2015 wird aktiv gegen die Korruption gekämpft. In dem Jahr protestierten zahlreiche Menschen, ob Studenten, Angestellte, Agrarökonomen oder Wirtschaftsführer gegen die Korruption im Land. Dieser Druck der Zivilgesellschaft trug entscheidend dazu bei, dass die Generalstaatsanwältin Thelma Aldana Ermittlungen gegen den damaligen Präsidenten Otto Perez Molina aufnahm. Nachdem das Parlament Ende August desselben Jahres seine Immunität aufhob, erwirkte Aldana einen Haftbefehl gegen ihn. Daraufhin trat er zurück. Der Vorwurf war, er habe ein Korruptionsnetzwerk betrieben und dem Land Millioneneinnahmen an Zollgütern unterschlagen. Seine Vizepräsidentin Roxana Baldetti war zuvor im Mai schon wegen Bestechung festgenommen worden. Sie sitzt momentan wieder wegen Korruptionsvorwürfen in Untersuchungshaft. Die USA beantragten ihre Auslieferung. Sie beschuldigen Baldetti, dem mexikanischen Drogenkartell Los Zetas beim Drogenschmuggel durch das Land geholfen zu haben. Zudem soll sie dem Kartell bei der Beseitigung einer rivalisierenden Bande geholfen haben
Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kanada legalisiert Cannabis-Konsum

Cannabis Pflanze In Kanada wird Cannabis legalisiert | Bild (Ausschnitt): © 24oranges.nl [CC BY-SA 2.0]  - Flickr Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn Politiker ihre Wahlversprechen einhalten. So wie der kanadische Premierminister Justin Trudeau. 2015 versprach jener die Legalisierung von Cannabis. Im April dieses Jahres legte die kanadische Regierung einen entsprechenden Gesetzesentwurf vor. Bis zum ersten Juli 2018 soll das Gesetz stehen. Schon 2013 gab Trudeau zu, fünf oder sechsmal Haschisch geraucht zu haben. Das Gesetz kann als Kapitulation gesehen werden. Obwohl die Polizei jährlich mehrere Milliarden Dollar zur Bekämpfung ausgab, war der Cannabis Konsum einer der höchsten weltweit. Die bestehenden Gesetze konnten auch Minderjährige nicht von Haschisch und Marihuana fernhalten. 21 Prozent der Teenager zwischen 15 und 19 konsumierten, laut Angaben der Regierung. Bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 24 seien es sogar 30 Prozent. Durch das Gesetz sollen Minderjährige vom Konsum abgehalten werden. Zum Beispiel soll der Verkauf an sie mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 14 Jahren bestraft werden. Ab 18 Jahren – den einzelnen Provinzen ist es überlassen, das Mindestalter weiter hochzusetzen – darf man bis zu 30 Gramm getrocknetes Cannabis besitzen und rauchen. Jedem Haushalt ist es zudem erlaubt, bis zu vier Pflanzen zum persönlichen Gebrauch zu ziehen. Die Samen sollen von staatlich anerkannten Lieferanten aus einem offiziell geprüften Anbau kommen. Die Regierung erhofft sich so auch, dem organisierten Verbrechen eine Einnahmequelle zu entziehen.
Veröffentlicht unter Internationales | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Trump torpediert die neue, humanere Drogenpolitik Kolumbiens

Aerial spraying Ein Flugzeug der Air Force versprüht Pestizide (Symbolbild) | Bild (Ausschnitt): © US Air Force [gemeinfrei]  - Wikimedia Commons Bei einem Treffen im Weißen Haus forderte Donald Trump Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos vergangene Woche auf, seine Drogenpolitik zu ändern. Vor allem das Versprühen von Pestiziden solle widereingeführt werden, da die sprunghaft angewachsene Kokain Produktion in Südamerika schleunigst eingedämmt werden müsse. Dabei wurde erst 2015 das Versprühen von Pestiziden durch Flugzeuge verboten, da vermutet wird, dass die giftigen Chemikalien krebserregend bei Menschen wirken. Zudem zerstört es nicht nur die illegalen Felder, sondern auch umliegende, legale Landwirtschaft, und das über Jahre hinweg. Nachdem eine Umgebung mit Pestiziden besprüht wurde, bleibt der Boden für lange Zeit unfruchtbar.
Veröffentlicht unter Gegenmaßnahme | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar